Dekubitus richtig dokumentieren – Leitfaden für die Pflege
Die lückenlose Dekubitus-Dokumentation schützt Patient und Pflegekraft gleichermaßen. Sie ist Grundlage für Qualitätsprüfungen (QPR), Haftungsfragen und die Wundtherapie. Der DNQP-Expertenstandard „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ (2. Aktualisierung 2017) und die EPUAP/NPIAP/PPPIA-Leitlinie (2019) definieren die Anforderungen. Die Dokumentation wird im Strukturmodell (SIS) in der Risikomatrix (Risikofeld Dekubitus) und im Maßnahmenplan abgebildet.
EPUAP/NPIAP-Kategorien (2019)
Epidemiologie: Die Dekubitus-Prävalenz in deutschen Pflegeeinrichtungen liegt laut DNQP bei ca. 10 % (stationär) bzw. 5–8 % (ambulant). In Intensivstationen beträgt sie bis zu 25 %. Jährliche Behandlungskosten: geschätzt 1–2 Mrd. € im deutschen Gesundheitswesen (GKV-Spitzenverband, 2024). Die häufigsten Lokalisationen: Sakrum/Steißbein (40 %), Fersen (30 %), Trochanter (15 %). Ein Dekubitus Kategorie IV kann im Durchschnitt 6–12 Monate bis zur Heilung benötigen. Die Prophylaxe über SIS-Risikomatrix, Mobilitätsförderung und Hilfsmittel ist daher wirtschaftlich und ethisch geboten.
Die internationale Dekubitus-Klassifikation nach EPUAP/NPIAP/PPPIA (2019) unterscheidet vier Kategorien/Stadien plus zwei Sonderkategorien:
| Kategorie | Beschreibung | Erkennungsmerkmal | Dokumentation |
|---|---|---|---|
| Kat. I | Nicht wegdrückbare Rötung bei intakter Haut | Fingertest: Rötung bleibt bei Druck bestehen. Bei dunkler Haut: Temperatur, Konsistenz prüfen | Lokalisation, Größe (cm), Dauer, Hautfarbe, Temperatur, Hautbeschaffenheit |
| Kat. II | Teilverlust der Haut (Dermis). Flaches, offenes Ulkus oder intakte/offene Blase | Rosa Wundbett, keine Nekrose, keine Granulation. Keine Hautfalten-Läsion (= IAD!) | Größe (L × B × T), Wundgrund, Exsudat (Menge + Farbe), Wundrand |
| Kat. III | Vollständiger Hautverlust. Subkutanes Fett sichtbar, aber Knochen/Sehne/Muskel nicht freiliegend | Tiefer Krater, ggf. Taschen. Tiefe variiert je nach Körperregion | + Taschenbildung (Uhr-Schema), Unterminierung, Gewebeart, Geruch |
| Kat. IV | Vollständiger Gewebeverlust. Knochen, Sehne oder Muskel freiliegend/tastbar | Osteomyelitis-Risiko! Häufig Nekrose, Fisteln, Infektionszeichen | + Fotodokumentation obligat, Abstrichnahme bei Infektionsverdacht |
| n.k. | Nicht klassifizierbar – Wundgrund durch Nekrose/Belag verdeckt | Erst nach Débridement Kategorie bestimmbar | Als „nicht klassifizierbar“ dokumentieren + Belag/Nekrose beschreiben |
| V.T.G. | Vermutete tiefe Gewebeschädigung – intakte Haut, dunkles Areal | Purpurfarbene/kastanienbraune Verfärbung. Kann sich rasch zu Kat. III/IV entwickeln | Tägliche Kontrolle dokumentieren + Verlauf mit Fotos |
Keine Rückstufung! Ein Dekubitus Kategorie IV heilt nicht zu Kategorie II „zurück“. Korrekte Dokumentation: „Dekubitus Kat. IV, Wundheilung: Granulation 80 %, Epithelisierung 20 %“. Der höchste erreichte Grad bleibt bestehen. Die Unterscheidung zur Intertrigo (Inkontinenz-assoziierte Dermatitis / IAD) ist essenziell: IAD entsteht durch Feuchtigkeit, Dekubitus durch Druck. Bei Inkontinenz-Patienten können beide gleichzeitig auftreten.
Wundassessment – was dokumentiert werden muss
Exakte Körperstelle (z. B. „Sakrum, 3 cm kranial der Analfalte“). Bei mehreren Wunden: jede einzeln nummerieren. Körperschema-Skizze empfohlen.
Länge und Breite in cm (größter Durchmesser), Tiefe mit steriler Sonde messen. Standardisierte Messmethode wählen und beibehalten (z. B. Uhrzeigermethode: Länge = 12–6 Uhr).
Gewebeart prozentual schätzen: Granulation (rot), Epithelisierung (rosa), Fibrin/Belag (gelb), Nekrose (schwarz/braun). Beispiel: „60 % Granulation, 30 % Fibrinbelag, 10 % Nekrose“.
Menge (kein/wenig/mäßig/viel), Farbe (serös/sanguinolent/purulent/grünlich), Geruch (keiner/leicht/stark/fötid). Bei Geruch → Infektionsverdacht!
Wundrand: glatt/unregelmäßig/unterminiert/mazeriert. Wundumgebung: Hautzustand (intakt/gerötet/mazeriert/induriert). Abstand Wundrand – veränderte Haut in cm.
Schmerz: NRS (0–10), Zeitpunkt (Ruhe/Verbandwechsel/Bewegung). Infektionszeichen: Rötung, Überwärmung, Schwellung, Schmerz, Fieber → Arzt informieren!
Maßstab (Lineal/Aufkleber) + Datum im Bild. Standardisierte Aufnahmeposition. Einwilligung des Patienten einholen und dokumentieren. Ab Kategorie III obligat.
Bewertungsinstrumente
PUSH-Tool 3.0
Pressure Ulcer Scale for Healing (NPUAP/NPIAP). Bewertet Fläche, Exsudat und Gewebeart in einem Score (0–17). Ideal für Verlaufskontrolle – sinkender Score = Heilungsfortschritt.
RYB-System (Wundfarben)
Red-Yellow-Black: Rot = Granulation (schützen), Gelb = Fibrin (reinigen), Schwarz = Nekrose (abtragen). Einfache Kommunikation im Team und mit Angehörigen.
Digitale Wunddokumentation
Apps wie MEDIFOX DAN Wundmanager, Healico, SpeediCath bieten standardisierte Fotoerfassung, automatische Flächenmessung und Integration in die Pflegedokumentation (SIS). Pflege-Apps und Digitalisierung vereinfachen die Verlaufskontrolle erheblich.
Ernährung und Dekubitusprophylaxe
Der DNQP-Expertenstandard (2017) betont die Rolle der Ernährung bei der Dekubitusentstehung und -heilung. Mangelernährung erhöht das Dekubitusrisiko um das 2–3-Fache (EPUAP 2019). Folgende Parameter sind in der Risikomatrix (SIS) zu erfassen:
- BMI und Gewichtsverlauf: Gewichtsverlust > 5 % in 3 Monaten = Risikofaktor. Bei Dysphagie oder PEG-Sonde besonders relevant
- Eiweißzufuhr: EPUAP empfiehlt 1,25–1,5 g Protein/kg/Tag bei Dekubitusrisiko, 1,5–2,0 g bei bestehendem Dekubitus
- Flüssigkeit: Mind. 30 ml/kg/Tag. Dehydratation verschlechtert Hautelastizität und Gewebeperfusion
- Mikronährstoffe: Zink, Vitamin C, Vitamin A, Eisen – unterstützen die Wundheilung. Supplementierung nach ärztlicher Anordnung
- Dokumentation: Ernährungsscreening (z. B. MNA – Mini Nutritional Assessment) bei Aufnahme, Trink-/Essprotokolle bei Risiko, Lösung im Maßnahmenplan festhalten
Praxistipp: Bei patients mit Diabetes besonders auf die Eiweißzufuhr achten – diabetische Neuropathie und Mikrozirkulationsstörungen verstärken das Dekubitusrisiko. Die Blutzuckereinstellung beeinflusst die Wundheilung direkt. Bei Blutdruckentgleisungen kann die Gewebeperfusion zusätzlich kompromittiert sein.
Rechtliche Dokumentationspflicht
Gesetzliche Grundlagen
- § 630f BGB: Ärztliche Dokumentationspflicht (gilt auch für delegierte Wundversorgung)
- § 113 SGB XI: Maßstäbe und Grundsätze zur Sicherung der Pflegequalität
- § 3 PflBG: Auf Pflegefachpersonen übertragene Dokumentation der Pflegeprozesse
- QPR 2025: Prüfrichtlinien des MDS bewerten Wunddokumentation explizit
Haftungsrelevanz
- Beweislastumkehr: Fehlende Dokumentation kann zur Beweislastumkehr führen – der Pflegedienst muss nachweisen, dass kein Fehler vorlag
- Datenerhebungszeitpunkt: Ersterhebung innerhalb von 4 Stunden nach Aufnahme empfohlen
- Verlaufsdokumentation: Bei jedem Verbandwechsel aktualisieren
- Aufbewahrungsfrist: Pflegedokumentation 10 Jahre (§ 630f Abs. 3 BGB)
Grundsatz: „Was nicht dokumentiert ist, hat nicht stattgefunden.“ – Dieser Grundsatz gilt besonders bei Dekubitus. Lückenhafte Dokumentation ist der häufigste Grund für erfolgreiche Haftungsklagen gegen Pflegedienste.
DNQP-Expertenstandard Dekubitusprophylaxe
Der DNQP-Expertenstandard „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ (2. Aktualisierung 2017) definiert sechs Kriterienebenen mit Struktur-, Prozess- und Ergebniskriterien:
| Ebene | Anforderung | Dokumentation |
|---|---|---|
| E1 | Risikoeinschätzung bei Aufnahme/Erst-kontakt | Risikomatrix (SIS) oder Braden-Skala. Ergebnis + Datum dokumentieren |
| E2 | Individuelle Maßnahmenplanung bei Risiko | Maßnahmenplan: Bewegungsförderung, Druckentlastung, Hautpflege, Ernährung |
| E3 | Druckverteilende Hilfsmittel bereitstellen | Welches Hilfsmittel? (z. B. Wechseldruckmatratze, Sitzkissen) + Zeitpunkt der Bereitstellung |
| E4 | Bewegungsförderung und Lagerung | Lagerungsplan (Intervalle, Positionen), Mikrolagerung, Evaluation der Hautreaktion |
| E5 | Information und Schulung Patient/Angehörige | Beratungsnachweis: Was wurde besprochen? Verständnis sichergestellt? Material ausgehändigt? |
| E6 | Ergebnis: Kein Dekubitus / Wundheilung | Regelmäßige Hautinspektion (Ergebnis dokumentieren), Wundverlauf bei bestehendem Dekubitus |
Lagerungsplan dokumentieren
„08:00 – 30°-Schräglagerung links, Fersen frei gelagert (Kissen unter Unterschenkel). Hautkontrolle Sakrum: keine Rötung. 10:00 – Mobilisation in Rollstuhl mit Sitzkissen Roho Quadtro. 12:00 – Rückenlagerung, Mikrolagerung mit Keilkissen. Hautkontrolle beidseits Trochanter: Rötung rechts, wegdrückbar → Fingertest negativ → keine Kat. I.“
– Muster nach DNQP-Expertenstandard 2017
- Intervalle individuell: Nicht „alle 2 Stunden“ pauschal, sondern nach Hautreaktion. Wenn nach 2h Rötung → kürzeres Intervall
- Mikrolagerung: Kleine Positionswechsel (10–15°) zählen! Auch diese dokumentieren
- Nächtliche Lagerung: Schlafqualität berücksichtigen – nicht grundlos wecken. Bei Hochrisikopatienten: Wechseldruckmatratze bevorzugen
- Sitzdauer: Max. 2 Stunden im Rollstuhl dokumentieren, dann Druckentlastung. Hilfsmittel wie Spezialsitzkissen im Maßnahmenplan festhalten
- Transfertechniken: Bei Transfers auf Scherkräfte achten – Ziehen über das Laken vermeiden! Gleitmatten oder Lifter nutzen. Scherkräfte sind ein häufiger, unterschätzter Dekubitusauslöser
Dekubitus-Dokumentation bei besonderen Pflegesituationen
Demenz & Delir
Patienten mit Demenz oder Delir können Schmerzen nicht adäquat äußern. Schmerzäußerung über Verhaltensbeobachtung (BESD-Skala) dokumentieren. Häufiger ungenügende Nahrungsaufnahme → erhöhtes Risiko. Biografiearbeit hilft, Kooperationsprobleme bei der Lagerung zu verstehen.
Palliativ & Ethik
In der Sterbephase kann ein Kennedy Terminal Ulcer (KTU) auftreten – schnell entstehender Dekubitus trotz optimaler Versorgung. Als „unvermeidbar“ dokumentieren. Das Therapieziel wechselt von Heilung zu Komfort (Schmerzkontrolle, Geruchsreduktion). Trauerbegleitung für Angehörige anbieten.
Adipositas & Kachexie
Adipositas: Erhöhtes Risiko durch Schwitzen, Hautfalten (Intertrigo!), erschwerte Mobilisation. XXL-Matratzen, verstärkte Lifter (Hilfsmittel). Kachexie: Knochenvorprünge exponiert, kaum subkutanes Polster → höchstes Dekubitusrisiko. Ernährungsintervention priorisieren.
Überleitung & QS
Bei Krankenhausüberleitung: Wundstatus bei Aufnahme sofort dokumentieren (cave: Haftung!). Fotos innerhalb von 4 Stunden. Vergleich mit Überleitungsbogen. Bestehende Dekubiti im SIS-Erstgespräch erfassen. Das indikatorengestützte Verfahren (§ 113 Abs. 1a SGB XI) erfasst „einrichtungserworbene“ vs. „mitgebrachte“ Dekubiti.
Angehörigenberatung: Der DNQP-Expertenstandard (E5) fordert die Information und Schulung von Patienten und Angehörigen. Dokumentieren Sie: Was wurde erklärt? Wurde Informationsmaterial ausgehändigt? Hat der Angehörige die Lagerungstechnik demonstriert bekommen? Burnout-Prävention für pflegende Angehörige ansprechen – Dekubitusprophylaxe ist für Laien belastend. Die Pflegekasse finanziert Pflegekurse für Angehörige (§ 45 SGB XI) und Verbrauchshilfsmittel (42 €/Monat).
Verwandte Artikel im Wissenszentrum
Häufige Fragen
Muss ein Dekubitus Kategorie I gemeldet werden?
Ja – intern immer. In der stationären Pflege als unerwünschtes Ereignis im Qualitätsmanagement. Für die Ergebniserfassung (Indikator-gestütztes Verfahren nach § 114a SGB XI) zählen Kategorie II–IV. Im ambulanten Bereich: dem behandelnden Arzt mitteilen und Wundversorgung als Behandlungspflege verordnen lassen.
Wie oft muss die Wunde dokumentiert werden?
Bei jedem Verbandwechsel (Pflichtdokumentation). Zusätzlich ein vollständiges Assessment (mit Fotodokumentation): wöchentlich bei akuten Wunden, alle 2–4 Wochen bei chronischen Wunden. PUSH-Score alle 1–2 Wochen für die Verlaufskontrolle.
Muss die Fotodokumentation vom Patienten genehmigt werden?
Ja! Die Einwilligung muss schriftlich vorliegen (DSGVO Art. 9 – Gesundheitsdaten). In der Pflegedokumentation vermerken. Ohne Einwilligung: detaillierte schriftliche Beschreibung + Körperschemaskizze als Alternative.
Kann ein Dekubitus trotz guter Pflege entstehen?
Ja – die EPUAP-Leitlinie (2019) erkennt „unavoidable pressure injuries“ an: Bei multimorbiden, immobilen Patienten oder in der Sterbephase („Kennedy Terminal Ulcer“) kann ein Dekubitus trotz aller Maßnahmen entstehen. Entscheidend ist die Dokumentation: Wenn alle prophylaktischen Maßnahmen nachweislich durchgeführt wurden, liegt kein Pflegefehler vor.
Wie unterscheide ich Dekubitus von Intertrigo / IAD?
Dekubitus entsteht durch Druck und/oder Scherkräfte über Knochenvorprüngen (Sakrum, Ferse, Trochanter). IAD (Inkontinenz-assoziierte Dermatitis) entsteht durch Feuchtigkeit (Urin, Stuhl) und betrifft nicht nur Knochenvorprünge, sondern Hautfalten und perigebitale Bereiche. Unterscheidung: Fingertest (nur bei Dekubitus nicht wegdrückbar), Lokalisation, Ursache. Beide können bei Inkontinenz gleichzeitig auftreten! Differenzierung ist haftungsrelevant.
Brauche ich für die Dekubitus-Dokumentation noch die Braden-Skala?
Im Strukturmodell (SIS) ist die Risikomatrix das primäre Instrument – sie ersetzt die Braden-Skala als Pflichtdokumentation. Die Braden-Skala kann ergänzend genutzt werden, ist aber nicht erforderlich. In der QPR-Prüfung wird die fachliche Plausibilität der Risikoeinschätzung bewertet, nicht der Braden-Score. Bei komplexen Fällen kann die Braden-Skala jedoch eine zusätzliche Absicherung bieten.
Was sind die häufigsten Dokumentationsfehler bei Dekubitus?
1. Fehlende Ersterfassung bei Aufnahme (Wundstatus nicht innerhalb von 4 h dokumentiert). 2. Keine Fotodokumentation ab Kat. III. 3. Rückstufung von Kategorien („Kat. IV → Kat. II“). 4. Pauschale Lagerungsintervalle („alle 2h“) statt individueller Hautreaktion. 5. Fehlende Differenzierung Dekubitus vs. IAD. 6. Keine Dokumentation der Angehörigenberatung (DNQP E5). 7. PUSH-Score nicht erhoben bei chronischen Wunden. 8. Keine Verlaufsdokumentation beim Verbandwechsel.
Welche Hilfsmittel werden bei Dekubitus von der Kasse bezahlt?
Druckverteilende Matratzen (statisch/dynamisch/Wechseldruck), Sitzkissen, Fersenschoner, Lagerungshilfen – alle über § 33 SGB V (Hilfsmittel) auf ärztliche Verordnung. Wundversorgungsmaterial ist Behandlungspflege (§ 37 SGB V). Zusätzlich: Pflegekasse finanziert Verbrauchshilfsmittel (42 €/Monat ab PG 1) und Hilfsmittel & Mobilität (bis 4.180 €). Der Unterschied SGB V / SGB XI bestimmt den Kostenträger.
Quellen und weiterführende Informationen
- DNQP – Expertenstandard Dekubitusprophylaxe in der Pflege (2. Aktualisierung 2017)
- EPUAP/NPIAP/PPPIA – International Pressure Injury Prevention & Treatment Guidelines (2019)
- MD Bund – Medizinischer Dienst Bund – Qualitätsprüfungen und Ergebniserfassung
- Geschäftsstelle Qualitätsausschuss Pflege – Qualitätsindikatoren (§ 113 SGB XI)
- ICW – Initiative Chronische Wunden e. V. – Fortbildung & Standards
- EinSTEP 3.0 – Schulungsunterlagen, Risikomatrix und SIS-Formulare (2025)
- § 630f BGB – Dokumentation der Behandlung (Gesetzestext)
- § 113 SGB XI – Maßstäbe und Grundsätze zur Pflegequalität
- pflege.de – Dekubitusprophylaxe: Vorbeugen, Erkennen, Behandeln
- ZQP – Zentrum für Qualität in der Pflege: Pflegedokumentation (2024)
- AWMF – S3-Leitlinie Lokaltherapie chronischer Wunden
Testen Sie Ihr Wissen
Prüfen Sie Ihr Wissen zum Thema Dekubitus-Dokumentation mit dieser abschließenden Frage:
Auflösung anzeigen
Richtige Antwort: B
Der DNQP-Expertenstandard empfiehlt die EPUAP/NPIAP-Kategorien I–IV zur Klassifikation. Die Norton-Skala (A) und der Braden-Score (C) sind Risikoassessment-Instrumente zur Einschätzung der Dekubitusgefahr – sie dienen nicht der Einteilung eines bereits bestehenden Dekubitus.
Passende Weiterbildungen & E-Learning
Ihre Fachkompetenz im Bereich Dekubitus-Dokumentation gezielt ausbauen: Online-Kurse ab 19 €, staatlich anerkannt und sofort verfügbar.
Dozent für Pflegeweiterbildung · Fachautor für Dekubitus richtig dokumentieren – Leitfaden für die Pflege im Wissenszentrum Pflege. Wissen, das in der Praxis ankommt.