E-Learning Gewaltprävention in der Pflege – Online-Kurs
E-Learning – 8 UE + 2 Bonus – Flexibel im eigenen Tempo

Gewalt­prävention in der Pflege – Online-Kurs

8 Unterrichtseinheiten + 2 optionale Bonus-Einheiten im Selbststudium. Von Gewaltformen und Risikofaktoren über Deeskalation und freiheitsentziehende Maßnahmen bis zu Schutzkonzepten und Meldepflichten – praxisnah und rechtssicher.

8+2
Pflicht-Einheiten
+ 2 optionale Bonus-UE
99€
Einmaliger Zugang
3 Monate Laufzeit
24/7
Jederzeit lernen
im eigenen Tempo
Teilnahme-
bescheinigung

Warum Gewaltprävention in der Pflege unverzichtbar ist

Gewalt in der Pflege ist kein Randphänomen. Die WHO schätzt, dass bis zu 1 von 6 älteren Menschen weltweit von Gewalt betroffen ist – besonders in institutionellen Settings.

Gewalt in der Pflege hat viele Gesichter: physische Übergriffe, psychische Demütigung, Vernachlässigung, sexualisierte Gewalt und freiheitsentziehende Maßnahmen ohne richterliche Genehmigung. In vielen Fällen geschieht sie nicht aus böser Absicht, sondern aus Überlastung, fehlendem Wissen oder mangelhaften Strukturen.

Laut einer Studie der Universität Bielefeld im Auftrag des Bundesfamilienministeriums berichten über 50 % der Pflegekräfte, im vergangenen Jahr mindestens eine Form von Gewalt gegen Bewohner beobachtet zu haben. Gleichzeitig sind Pflegekräfte selbst häufig Opfer von Übergriffen durch Bewohner – insbesondere in der Demenzpflege.

Der § 8 WTG NRW (Wohn- und Teilhabegesetz) und vergleichbare Landesgesetze verpflichten Einrichtungen zur Gewährleistung der Würde und zum Schutz vor Gewalt. Bei der MD-Prüfung werden Schutzkonzepte und der Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen gezielt geprüft.

Dieser Online-Kurs vermittelt Ihnen das vollständige, aktuelle Wissen zur Gewaltprävention – von der Erkennung über die Deeskalation bis zum institutionellen Schutzkonzept.

Für wen ist dieser Kurs?

Der Kurs richtet sich an alle Pflegekräfte, die Gewalt erkennen, verhindern und professionell handeln wollen – von der Pflegehilfskraft bis zur Pflegedienstleitung.

Gewalt erkennen
Physische, psychische, sexualisierte Gewalt und Vernachlässigung – Warnsignale deuten, Risikofaktoren identifizieren, Beobachtung systematisieren.
Deeskalation beherrschen
Stufenmodell der Deeskalation, verbale und nonverbale Techniken, Selbstschutz ohne Gewalt, Krisenintervention in akuten Situationen.
Rechtssicher handeln
§§ 223–226 StGB, § 240 StGB (Nötigung), § 1831 BGB (FEM-Genehmigung), WTG, PflBG – Grenzen kennen, Meldepflichten erfüllen.
Schutzkonzepte umsetzen
Institutionelle Schutzkonzepte entwickeln, MD-Prüfung bestehen, Vorfallsdokumentation, Nachsorge organisieren.

Lernplattform & technische Voraussetzungen

Der Kurs wird über unsere eigene Lernplattform von Digiforma abgerufen.

  • Internetanschluss (WLAN oder mobile Daten)
  • Computer, Tablet oder Smartphone
  • Kein Download oder Installation nötig
  • Zugang nach Zahlungseingang (Vorkasse)
  • Lernfortschritt wird automatisch gespeichert
  • Alle gängigen Browser unterstützt

Kursinhalt – 8 Unterrichtseinheiten + 2 Bonus

Multiple-Choice-Tests nach jeder Einheit stellen sicher, dass Sie Gewaltprävention nachhaltig verinnerlichen. Weiter geht es erst nach Bestehen.heit freigeschaltet. Der Kursabschluss mit Teilnahmebescheinigung & Microzertifikat erfolgt nach UE 8. Die 2 Bonus-Einheiten sind optional.

  • 1

    Grundlagen & Definitionen

    Gewaltbegriff nach WHO, Abgrenzung Aggression – Gewalt – Zwang, Gewaltformen (physisch, psychisch, sexualisiert, Vernachlässigung, finanzielle Ausbeutung, FEM), Prävalenz in stationärer und ambulanter Pflege, historischer Rückblick, Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen.

  • 2

    Risikofaktoren & Warnsignale

    Risikofaktoren auf Bewohnerseite (Demenz, herausforderndes Verhalten, Abhängigkeit), auf Personalseite (Überlastung, Burnout, mangelnde Qualifikation), auf Strukturebene (Personalschlüssel, Zeitdruck, fehlende Supervision). Warnsignale erkennen: Verletzungsmuster, Verhaltensänderungen, Rückzug.

  • 3

    Rechtliche Grundlagen

    §§ 223–226 StGB (Körperverletzungsdelikte), § 240 StGB (Nötigung), § 174a StGB (sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen), § 225 StGB (Misshandlung Schutzbefohlener), §§ 823, 831 BGB (zivilrechtliche Haftung), WTG NRW / HeimG, PflBG § 4 (Berufspflichten), Garantenstellung der Pflegekraft.

  • 4

    Freiheitsentziehende Maßnahmen (FEM)

    Definition und Formen von FEM (Fixierung, Bettgitter, Sedierung, elektronische Überwachung), § 1831 BGB (Genehmigungspflicht durch Betreuungsgericht), Alternativen zu FEM (Niedrigflurbett, Sensormatten, Lagerungshilfen), Dokumentationspflichten, „Werdenfelser Weg“.

  • 5

    Deeskalation & Krisenintervention

    Stufenmodell der Deeskalation (ProDeMa®-Konzept), verbale Techniken (Validation, Spiegeln, Ich-Botschaften), nonverbale Kommunikation (Körperhaltung, Distanzzonen, Mimik), Selbstschutz ohne Gewaltanwendung, Handlungsalgorithmus für akute Krisensituationen, Team-Intervention.

  • 6

    Prävention & Schutzkonzepte

    Institutionelles Schutzkonzept (Risikoanalyse, Verhaltenskodex, Beschwerdewege, Schutzbeauftragte), Personalentwicklung (Supervision, kollegiale Fallberatung, Fortbildungspflicht), milieutherapeutische Ansätze, Beschwerdemanagement, Einbindung von Angehörigen, externe Prüfinstanzen.

  • 7

    Dokumentation & Meldepflichten

    Vorfallsdokumentation (5-W-Protokoll), Meldewege intern (PDL, Einrichtungsleitung, Qualitätsmanagement), Meldewege extern (Heimaufsicht/WTG-Behörde, Polizei, Betreuungsgericht), Beweisberg und -sicherung, Nachsorge für Betroffene und beteiligte Mitarbeitende, Datenschutz bei Meldungen.

  • 8

    Fallbeispiele & Abschlusstest

    3 realitätsnahe Fallbeispiele: (1) Fixierung ohne richterliche Genehmigung bei Sturzrisiko, (2) verbale Aggression eines Bewohners mit Demenz – Deeskalation, (3) systematische Vernachlässigung durch Personalmangel – Meldepflicht. 16-Fragen-Abschlusstest über alle Einheiten. Teilnahmebescheinigung & Microzertifikat bei Bestehen.

  • B1

    Bonus: Gewalt gegen Pflegende

    Übergriffe durch Bewohner (Treten, Schlagen, Spucken, sexuelle Belästigung), rechtliche Einordnung (Notwehr § 32 StGB, Nothilfe), Arbeitsschutz (§ 618 BGB, ArbSchG), Gefährdungsbeurteilung, Nachsorge und psychologische Unterstützung, Unfallanzeige bei BGW.

  • B2

    Bonus: Ethik & Selbstfürsorge

    Moralischer Stress in der Pflege, ethische Dilemmata (Autonomie vs. Fürsorgepflicht), Burnout-Prävention, Resilienzförderung, Selbstfürsorge-Strategien, kollegiale Unterstützung, Supervision als Instrument der Gewaltprävention.

Häufige Fehler in der Gewaltprävention

Typische Fehler bei Gewaltprävention in der Praxis – dieser Kurs zeigt Ihnen, wie Sie die häufigsten Defizite vermeiden.

Zu den häufigsten Fehlern gehört: Bettgitter ohne richterliche Genehmigung. Bettgitter sind freiheitsentziehende Maßnahmen und bedürfen nach § 1831 BGB der Genehmigung durch das Betreuungsgericht – es sei denn, der Bewohner willigt selbst ein (und ist einwilligungsfähig). In vielen Einrichtungen werden Bettgitter routinemäßig hochgestellt, ohne dass eine Genehmigung vorliegt.

Besonders kritisch: „Das war keine Gewalt, das war zu seinem Schutz.“ Festhaltung, Zwangsmedikation oder Fixierung mit dem Argument der „Sturzprophylaxe“ sind häufige Rechtfertigungen – juristisch jedoch nur unter engen Voraussetzungen zulässig. Der DNQP-Expertenstandard Sturzprophylaxe empfiehlt ausdrücklich Alternativen zu FEM.

Ein weiterer Klassiker: Keine Vorfallsdokumentation. Gewaltvorfälle werden verharmlost, nicht dokumentiert oder nur mündlich weitergegeben. Ohne schriftliches 5-W-Protokoll (Was, Wann, Wo, Wer, Wie) ist weder eine Aufarbeitung noch eine Meldung an die Heimaufsicht möglich.

Und schließlich: Fehlende Nachsorge nach Übergriffen. Sowohl betroffene Bewohner als auch beteiligte Pflegekräfte brauchen professionelle Nachsorge. Studien zeigen: Pflegekräfte, die nach Übergriffen keine Unterstützung erhalten, entwickeln signifikant häufiger Burnout-Symptome und verlassen den Beruf.

Preise & Mengenrabatte

Inkl. USt. – der Zugang zum Gewaltpräventions-Kurs besteht für 3 Monate. Der Kursabschluss muss in dieser Zeit erfolgen.rden.

Teilnehmer Gesamtpreis Preis / Person
1 Person 99 € 99 €
3 Personen 249 € 83 € -16%
5 Personen 399 € 80 € -19%
10 Personen 699 € 70 € -29%
Jetzt Zugang buchen

Zugang nach Zahlungseingang (Vorkasse)

So funktioniert der Kurs

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Paket wählen und über unser Anmeldeformular buchen. Zugang nach Zahlungseingang.
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Zugangsdaten für unsere Digiforma-Plattform erhalten. Nur ein Browser nötig.
Lernen
8 Pflichteinheiten Gewaltprävention + 2 optionale Bonus-UE flexibel im eigenen Tempo. 3 Monate Frist.
Abschließen
Tests bestehen und Teilnahmebescheinigung & Microzertifikat erhalten.

Das können Sie nach Abschluss des Kurses

Nach allen 8 Pflicht-Einheiten beherrschen Sie die professionelle Gewaltprävention von der Erkennung bis zum Schutzkonzept.

Sie erkennen alle Formen von Gewalt in der Pflege – physisch, psychisch, sexualisiert, Vernachlässigung und freiheitsentziehende Maßnahmen – und können Risikofaktoren auf Bewohner-, Personal- und Strukturebene identifizieren.

Sie kennen die rechtlichen Grundlagen (§§ 223–226, 240 StGB, § 1831 BGB, WTG, PflBG) und wissen, wann eine Handlung strafbar ist, wann eine FEM-Genehmigung erforderlich ist und welche Meldepflichten bestehen. Sie können Deeskalationstechniken sicher anwenden und kennen das Stufenmodell für akute Krisensituationen.

Sie sind in der Lage, ein institutionelles Schutzkonzept mitzugestalten – von der Risikoanalyse über den Verhaltenskodex bis zum Beschwerdemanagement. Sie dokumentieren Vorfälle rechtssicher (5-W-Protokoll) und kennen die korrekten Meldewege.

Die zwei optionalen Bonus-Einheiten vertiefen anschließend Gewalt gegen Pflegende (Arbeitsschutz, BGW, Nachsorge) sowie Ethik & Selbstfürsorge (Burnout-Prävention, Resilienz, Supervision) – unverzichtbar für Leitungskräfte und Qualitätsbeauftragte.

Häufige Fragen zum E-Learning-Kurs

Wie läuft der E-Learning-Kurs ab? +
Das Gewaltpräventions-E-Learning läuft als reiner Selbstlernkurs über Digiforma. Sie bearbeiten 8 Pflicht-Einheiten zur Gewaltprävention in der Pflege eigenständig. Digitale Multiple-Choice-Tests nach jeder Einheit prüfen Ihr Wissen – bei Bestehen wird die Folgeeinheit freigeschaltet. Nach UE 8 folgt ein 16-Fragen-Abschlusstest. Zwei Bonus-Einheiten ergänzen den Kurs optional.
Welche Inhalte werden im Kurs behandelt? +
Der Kurs deckt das gesamte Spektrum der Gewaltprävention ab: Gewaltformen und Definitionen (WHO), Risikofaktoren, rechtliche Grundlagen (§§ 223–226, 240 StGB, § 1831 BGB, WTG), freiheitsentziehende Maßnahmen (FEM), Deeskalation und Krisenintervention, institutionelle Schutzkonzepte, Dokumentation und Meldepflichten sowie praxisnahe Fallbeispiele.
Gibt es eine individuelle Betreuung durch Dozenten? +
Nein. Der Gewaltpräventions-Kurs ist ein Selbstlern-Format ohne individuelle Dozenten-Begleitung. Wissenstests und Abschlusstest laufen automatisiert. Bei Fragen zur Buchung oder Plattform erreichen Sie uns per E-Mail. Die Wissensüberprüfung erfolgt automatisiert durch Multiple-Choice-Tests innerhalb der Lernplattform. Bei organisatorischen Fragen steht unser Team per E-Mail zur Verfügung.
Was brauche ich technisch? +
Erforderlich: Internet und Browser – PC, Tablet oder Smartphone. Die Digiforma-Plattform läuft ohne App oder Download direkt im Browserfenster. Lernen Sie zu Hause oder in der Einrichtung – frei wählbar.
Wie lange habe ich Zugang zum Kurs? +
Zugangsdaten kommen nach Zahlungseingang per E-Mail. Der Kurszugang gilt 3 Monate. In diesem Zeitraum bestimmen Sie selbst, wann und wie oft Sie lernen – rund um die Uhr.
Erhalte ich eine Bescheinigung? +
Ja. Nach erfolgreichem Bestehen der 8 Präventions-Wissenstests und des 16-Fragen-Abschlusstests zu Deeskalation, Fixierungsrecht und Gewaltprävention in UE 8 erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung & Microzertifikat im Bereich Gewaltprävention in der Pflege. Die 2 Bonus-Einheiten sind optional.
Wie funktionieren die Mengenrabatte? +
Automatische Staffelpreise bei Gruppenbuchung: 3 TN = 249 € (83 €/TN), 5 TN = 399 € (80 €/TN), 10 TN = 699 € (70 €/TN). Preise inkl. USt.
Ist der Kurs als Pflichtfortbildung anerkannt? +
Gewaltprävention ist in vielen Landesheimgesetzen und Qualitätsrahmen als Pflichtschulung vorgeschrieben. Die Kursinhalte erfüllen die gängigen Anforderungen. Ob die Teilnahme als Pflichtfortbildung zählt, hängt von den Vorgaben Ihres Trägers bzw. Ihrer Qualitätsmanagement-Richtlinien ab.
Können Pflegehilfskräfte den Kurs absolvieren? +
Ja. Der Kurs ist für Pflegefachkräfte und Pflegehilfskräfte gleichermaßen geeignet. Besonders Hilfskräfte profitieren von den Deeskalationstechniken, den rechtlichen Grundlagen und der Sensibilisierung für Gewaltformen. Weitere Qualifizierung: Behandlungspflege LG 1 & LG 2.
Werden auch freiheitsentziehende Maßnahmen behandelt? +
Ja – ausführlich. In UE 4 lernen Sie alles zu FEM: Definition, Formen (Fixierung, Bettgitter, Sedierung), § 1831 BGB (Genehmigungspflicht), Alternativen nach dem „Werdenfelser Weg“ und die korrekte Dokumentation. In UE 3 werden die strafrechtlichen Grundlagen behandelt, in UE 8 ein Fallbeispiel zur Fixierung ohne Genehmigung.

Weiterführende Informationen

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