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TNM-Klassifikationen lesen für Anfänger

Die TNM-Klassifikation ist ein Staginginstrument welches es ermöglicht schnell den Fall zu kommunizieren und Verläufe zu verfolgen. Demnach ist diese Klassifikation auch Sprach- bzw. Länderübergreifend ein bewährtes Mittel geworden.
TNM Klassifikation
Grob klassifizieren wir bei TNM erst:
– TX – Primärtumor ist bekannt, kann aber nicht beurteilt werden
– T0 – Kein Tumor nachweisbar/auffindbar
– Tis – nicht invasiv
– T1 – bis 2 cm
– T2 – zwischen 2 – 5 cm
– T3 – über 5 cm
– T4 – über das ursprüngliche Gewebe hinaus oder durchbricht die Haut.
– NX – Beurteilung nicht möglich
– N0 – Kein Befall von Lymphknoten
– N1 – Befall regionale Lymphknoten
– N2 – ab diesem Punkt starke Abweichung je nach Tumorart und Ort
– M0 – Keine Metastasen
– M1 – Metastasen vorhanden
 

TNM: Jeder Tumor ist besonders

 
Doch für jeden Tumor gibt es Besonderheiten, welche man für eine korrekte Einteilung kennen sollte, da es ortsgebundene Unterschiede gibt.
Zuerst sollten uns 2 Informationen zur Verfügung stehen, zum besser nachzuvollziehen, um was es geht.
Information Nummer eins sollte der Krebs an sich sein. Gelegentlich kann der Primärtumor nicht gefunden werden, dann handelt es sich um einen CUP
Beispiel: Mammakarzinom
Als zweite die TNM Klassifikation nach dem Staging.
Beispiel: T2N1M1
Mit den Informationen Mammakarzinom (am besten mit Seitenbezeichnung bei paarweise angeordneten Organen) und T2N1M1 können wir uns jetzt den Überblick über den Tumor verschaffen.
T – klassifiziert die Tumorgröße.
T0 – Bedeutet, dass kein Primärtumor gefunden wurde (CUP – Cancer unknown primarius – Krebs mit unbekanntem Primärtumor), bzw. dieser vollständig entfernt wurde und als Nachbehandlung noch ein Staging zur Überwachung stattfindet.
Tis (selten auch Cis) – Steht für „Carcinoma in situ“ eine Besonderheit, die eine nicht-invasive Krebsart umschreibt. Ohne Behandlung breiten diese sich dennoch immer weiter im umgehenden Gewebe aus. Findet auch Verwendung bei Tumorvorstufen.
T1 – hat hier die Bedeutung von unter 0,1 cm und gilt als microlesion.
T1a – umfasst einen Tumor mit 0,1 bis 0,5 cm Größe
T1b – Tumorgröße zwischen 0,5 – 1 cm Größe
T1c – Tumorgröße zwischen 1 – 2 cm Größe
Ab T2 variieren die Größenunterschiede deutlich umfangreicher
T2 – Tumorgröße zwischen 2 – 5 cm
T3 – Alles über 5 cm aufwärts
T4 – beschreibt die Infiltration von verschiedenen Gewebsschichten bis hin zum Hautdurchbruch + Sonderformen
 
Bei Mammakarzinom sind dies
T4a – Infiltration der Brustwand
T4b – Ödem Bildungen incl. Ulzerationen
T4c – beschreibt die Kombination von T4a und T4b
T4d – sind spezielle Formen wie Entzündungen (Sonderformen)
Damit haben wir bereits einen Überblick, wie die Situation um den Tumor selbst steht. Nun stellt sich die Frage, wie das Umfeld aussieht. Einige Tumore befallen sehr gerne Lymphknoten und breiten sich anhand der umfangreichen Bahnen schnell in anderen Körperregionen aus. Also sollten wir auf diese Lymphknoten mal einen Blick werfen, anhand von N für Nodus – Lymphknoten.
N0 – Kein Lymphknotenbefall
N1 – Befall eines verschieblichen axillären Lymphknotens
N2a – Befall eines unverschieblichen axillären Lymphknotens
N2b – Befall von Lymphknoten in der direkten Nähe der A. thoracica interna
N3 – Befall eines infra- und/oder supraklavikulären Lymphknoten
Nach der Umgebungsübersicht stellt sich noch die Frage auf Tochtergeschwüre, welche wir als Metastasen bezeichnen. Hierbei kann M verwendet werden, gelegentlich mit direkter Ortsbezeichnung.
M0 – keine Metastasen nachweisbar
M1 – bekannte Metastasen (Ort)
 

Als Basis können wir so die ersten Aussagen treffen und auch einen Überblick der Situation schaffen. Doch das war noch lange nicht alles. Morgen geht es mit verschiedenen Besonderheiten für die weiteren Unterteilungen weiter. Denn oft hängen ja noch ein paar Buchstaben mit dran und erweitern die genaue Einteilung.

Gruß Euer WR-Team

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