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Apoplex – Wenn jede Sekunde zählt

Das Thema Schlaganfall ist nach Herzinfarkt der bekannteste Notfall in Deutschland, dies verdanken wir auch intensiven Werbekampagnen in den letzten 20 Jahren. Nach den Statistiken der Gesellschaft für Neurologie waren in den letzten 12 Monaten 1,6% der Erwachsenen von einem akuten Schlaganfall betroffen oder leiden an den chronischen Beschwerden nach einem. In der Altersgruppe unter 55 Jahren waren nur unter 1%, bis 75 Jahre mit 6,3% unter darüber über 80%.
Apoplex

Schlaganfälle (Apoplex) dürfen nicht unterschätzt werden.

Dennoch sind neben den hauptsächlichen Gefährdungsgebieten die Altersgruppen im jungen Erwachsenenalter von 13 bis 20 noch hervorhebend betroffen, hier liegen häufig die ersten Manifestationen von umfangreicheren Gerinnungsstörungen vor, welche den Abbau von Thromben verhindern und die Gefahr triggern. Auch geht die Gesellschaft von 2 bis 8 von 100 000 Kindern pro Jahr aus, vermutlich mit einer hohen Dunkelziffer, da einige Kardinalsymptome in diesem Alter ausbleiben oder auch ein plötzliches Versterben auf andere Diagnosen / teilweise sogar unerkannt vonstattengeht. Der plötzliche Kindstod wurde nicht selten als Todesursache gesetzt, wobei heute vermutet wird das so in den letzten 60 Jahren über 50% eher auf Apoplektische geschehen zurückzuführen sind.
 
Die Gefahr eines Schlaganfalls und seiner Folgen sind gravierend und für die Person nicht selten lebensverändernd. Die Universität Würzburg hat dazu 2020 in der Fachzeitschrift „Stroke“ eine Studie veröffentlicht, indem die Überlebensrate für fünf Jahre für Männer bei 41,8 Prozent liegt und für Frauen bei 49,6 Prozent liegt. Allein im ersten Jahr nach dem Apoplex versterben 30% an den Folgen oder einem wiederholten. Von 200 000 Betroffenen erleiden jährlich 66 000 einen wiederholten ischämischen Insult. Die höchste Langzeitüberlebensrate haben dabei Patienten, welche durch Vorhofflimmern einen kardioembolischen Insult erfahren, sowie die Verstopfung von Kapillaren Hirngefäßen. Die Niedrigste liegt bei Aufreißen von Arteriosklerotischen Plaques im Stammgefäßsystem des Gehirns.
 

Apoplex und die goldene Stunde veraltet

 
Die goldene Stunde, welche vor einigen Jahren noch als Standard für schnelle Therapien galt, wird mittlerweile als überholt angesehen. Heute gilt das Anzeichen „as fast as you can“ eingewiesen und therapiert werden, da jede Minute das Gehirn weiter Schäden nimmt. Beim Apoplex-CT wird im Eilverfahren der ischämische (Verstopfung eines Hirngefäßes) vom hämorrhagischen (Einblutung ins Gehirn) Apoplex unterschieden, um die Therapie einleiten zu können. Auch wenn hämorrhagische Schlaganfälle nur 5 – 10 % ausmachen, könnte sonst eine auflösende Bluttherapie (Lysetherapie) mit Herabsetzung der Thrombozytenaggregation diese verstärken und auch Notoperationen als schwieriger gestalten.
 
Auch ein Schlaganfall-MRT vom Kopf ist theoretisch möglich, dauert aber bedeutend länger und ist für die Akutdiagnostik dadurch ungeeignet. Hierbei wird primär die Bestimmung des Schlaganfallalters bestimmt, sowie der chronifizierungsgrad.
Weitere Diagnose-Verfahren können Doppler- und Duplexsonografie, Angiografie, Blutuntersuchungen sowie EKG Ableitungen sein, welche auch zur Prävention verwendet werden.

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