Ätherische Öle: Tief einatmen, es wird belebend.

Es ist einfach herrlich, wenn im Sommer das frische Basilikum auf meinem Balkon wächst. Wie oft erwische ich mich dabei vorsichtig mit der Hand über die Blätter zu streichen und den wundervollen Geruch, der hängen bleibt, einzuatmen. Tausende Bilder strömen durch das innere Auge von vergangenen Essen mit Freunden, die weiten Felder Italiens und die gemeinsame Pizza machen mit den Kindern.
Es sind die ätherische Öle von Pflanzen, die unser Leben jeden Tag bereichern. Wir finden sie in unserer Nahrung, in Parfümen, Deodorants, Seifen, Shampoo, Waschmitteln und vielen mehr. Ok, es sind heute nicht mehr nur rein pflanzliche Stoffe, viele werden künstlich erzeugt, aber ihre Inspiration sind viele Tausend Jahre alt.
Wie viele Dinge der heutigen Zeit erkannten bereits die Ägypter die Wirkung von ätherischen Ölen auf den Menschen. Sie entwickelten die ersten Pflanzenpressen und stellten aus den gewonnenen Ölen Arznei, Düfte und Salbungen her. Einige davon finden sich auch in den Gräbern der Pharaonen wieder.
Die ätherischen Öle gelangen durch die Einatmung oder Hautkontakt in den Blutkreislauf und entfalten von dort aus ihrer Wirkung im gesamten Organismus.
Kurze Warnung: Bitte bedenken Sie, dass es viele Allergiker gibt. Bitte testen Sie neues erst auf kleinen Hautflächen und stark verdünnt.
Die meisten Ätherische Öle aus der Apotheke sind Rein öle und enthalten starke Alkohole, bitte verwenden Sie diese nur verdünnt und niemals unverdünnt auf Haut und Schleimhäute.
Ätherische Öle und Wasser können nur mit einem Emulator verbunden werden. Hierfür eignet sich Kondensmilch, bitte beachten Sie das Mischungen nach 24 Stunden verworfen werden müssen, da die Milch verderben kann.

Ätherische Öle als Beispiele

Rosmarin
„Ein wunderbares Öl, das den Geist belebt“, wird es bereits in den Klosterbüchern um 1500 beschrieben. Rosmarin wirkt tatsächlich belebend und findet sich auch heute noch häufig im Einsatz, bei der Geburtsmedizin, durch das Einatmen wird das ungeborene Kind angeregt. Auch in der Pflege kann es Menschen sehr helfen, viele Menschen mit Depressionen schwören auf die belebende Wirkung und beschreiben es mit dem Lüften eines Schleiers für kurze Zeit. Es heilt nicht, lindert aber die Symptome etwas. Auch Patienten die schwach sind und viele schlafen, können mit Rosmarin eine belebende Wirkung erfahren, der Kreislauf wird angeregt. Bei Tumorerkrankungen mit einem Durchbruch der Haut kann Rosmarin bei Bedarf eingesetzt werden, um den Geruch etwas zu überdecken.
Lavendel
Seit jeher gilt Lavendel als entspannend und beruhigend. Menschen, die sehr angespannt sind, profitieren von diesen Eigenschaften. Häufig wird der Fehler gemacht, dass direkt das Kissen eingesprüht wird, auf dem derjenige liegt. Das sollte man nicht machen, ein Stofftaschentuch oder ein Duftsäckchen auf dem Nachtschrank mit Lavendel positionieren, was bei Bedarf entfernt werden kann. Auch kann Lavendel in einem warmen Wasserbad oder mit warmen Waschungen verbunden werden. Angstpatienten profitieren hiervor sehr gut.
Nelken
Die Ätherischen Öle von Nelken sind nur mit sehr viel Vorsicht anzuwenden, das enthaltende Eugenol wirkt schmerzlindernd und wird seit vielen Hundert Jahren bei Zahnschmerzen eingesetzt. Außerdem wirkt es antibakteriell, antiviral und fungizid. Dabei wird eine Nelke neben den schmerzenden Zahn zerbissen und festgehalten. Die Verwendung als Öl muss sehr hoch mit Wasser gemischt werden, da es sogar zu Verätzungen führen kann. Mit Warmen wickeln kombiniert, kann das Öl auch auf schmerzende Muskeln aufgelegt werden.
Wer sich weiter in die Naturheilkunde einlesen möchte, denen empfehlen wir das Seminar die kleine Kräuterhexe, welches ab 01.08.21 wieder startet.
Rosmarin

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