Weiterbildung-Reinhold

Welperstraße 51a
45525 Hattingen

0 23 24 / 99 07 464

Wir stehen Dir gerne auch telefonisch zur Verfügung.

Mo - Fr: 10 - 18 Uhr

Weisheiten von sterbenden

Aufgeschriebene Weisheiten von sterbenden Menschen

 
Im Laufe meiner Arbeit habe ich viele Menschen begleitet, die ihren letzten Weg beschritten haben. Einige von ihren Worten habe ich mir aufgeschrieben und durch Zufall beim Aufräumen heute wiedergefunden. Natürlich konnte ich nur die Wortlaute aus dem Gedächtnis aufschreiben, aber ich glaube, sie spiegeln manche Tragik gut wider.
 
– Wir konnten keine eigenen Kinder bekommen, es klappte einfach nicht. Darum haben wir uns entschlossen ein Kind zu adoptieren und ihm die Liebe zu schenken, die ihre eigenen Eltern ihnen nicht geben konnten. Aus 1 wurden zum Schluss 6 und heute sind es 14 Enkelkinder, die dazugekommen sind. Nichts im Leben hat uns mehr erfüllt und das, was wir zurückbekamen, kann kein Gold der Welt aufwiegen.
 
– Ich habe immer geglaubt, dass meine Arbeit mich erfüllt, aber heute denke ich an die wenigen Momente mit meiner Familie. Ich bereue nicht, dass ich viel gearbeitet habe und meine Familie ernährt, aber ich bereue nicht mehr Zeit mit Ihnen verbracht zu haben. Und jetzt ist meine Zeit bald zu Ende und für sie bin ich ein Fremder, der nie da war.
 
– Hätte ich doch mehr auf meine Wünsche gehört und weniger auf die von anderen.
 
– Ich war arm und heute bin ich reich, soll ich dir etwas sagen? Es ist beides Scheiße, wenn du es mit niemandem teilen kannst.
 
– Öfter zuhören, weniger reden, mehr machen.
 
– Ich wollte immer Drogen, Sex und laute Musik, aber was ich gelernt? Bankkaufmann! Im nächsten Leben hör’ ich auf mich und nicht auf meine Eltern.
 
– Mein Leben lang war ich schwul, aber ich habe Angst gehabt, ausgestoßen zu werden und alles zu verlieren. Ich würde heute alles anders machen. Du selbst zu sein, ist wahrer Reichtum.
 
*Anmerkung: Was mich immer wieder erschüttern, ist die Reue, welche ich vorwiegend bei männlichen Patienten spürte. Träume, die nicht gelebt wurden, Liebe, die man gehen ließ und die Angst selbst zu sich zu stehen. Lasst uns ein wenig daraus lernen und es vielleicht besser machen, damit wir nicht bereuen müssen.