Tarifvertrag in der Pflege könnte nach hinten losgehen

Die Entscheidung ist gefallen, Pflegebetriebe müssen ab September 2022 Tarifverträge mit Gewerkschaften abschließen oder regional geltende Tariflöhne zahlen. Um einen Anreiz zu schaffen, einen Tariflohn der oberen Segmente zu wählen, sollen die Pflegekassen nicht tarifgebundenen Arbeitgebern der durchschnittliche Tariflohn plus 10 % erstattet werden. Dies soll eine höhere Lohnvergütung von durchschnittlich 300 Euro ergeben.
Doch das Ganze könnte bei dem bestehenden Gesetzentwurf auch nach hinten losgehen. Theoretisch könnten Pseudogewerkschaften gegründet werden, welche Verträge mit den Pflegeanbietern schließen und Tarifverträge zum Mindestlohn haben. Damit wären die Voraussetzungen des Gesetzes dennoch erfüllt, warnt Sylvia Bühler als Mitglied im ver.di-Bundesvorstand.
Entsprechend ist eine Nachbesserung dringend notwendig.

 

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