Reiz mich nicht! Oder doch?

Heute beschäftigen wir uns mit einem Thema, das leider viel zu häufig zu kurz kommt, obwohl wir täglich selbst davon Gebrauch machen. Das Thema ist Reiz.
Der Mensch ist wie viele andere Säugetiere, ein sogenanntes Reiztier. Das bedeutet nicht, das er besonders reizend ist, auch wenn das auf manche unserer Spezies zutreffen man, sondern es geht darum, dass wir auf permanente Umweltreize angewiesen sind. Neben den regulären Reizaufnahmestellen wie Augen, Ohren und Mund, welche mit 75 % die meisten Alltagsreize aufnehmen, haben wir im ganzen Körper Rezeptoren. Viele Rezeptoren sind für die chemische Auswertung des Blutes zuständig und wir haben die, um die es uns heute gehen soll.
Die Rezeptoren in unserer Haut sind für unser Wohlbefinden absolut wichtig, obwohl sie bei gesunden Menschen nur eine vergleichsweise kleine Rolle einnehmen.
Selbsttest für 2 Leute: Einer schließt die Augen, streckt seine Hand aus, der andere legt etwas hinein. Der andere muss nun diesen Gegenstand dort in der Hand liegen lassen, ohne die Hand zu bewegen. Behalte diese Stellung für 3 Minuten und achte, was sich verändert.
Eine Auflösung vorweg, sie werden nach 3 Minuten den Gegenstand nicht mehr spüren, da von ihm kein besonderer Reiz mehr ausgeht. Dies geschieht etwas langsamer bei immobilen Menschen, die im Bett die gleiche Position beibehalten. Auch das können Sie abends einmal testen. Legen Sie sich flach auf den Rücken und bewegen Sie sich 15 Minuten lang nicht, Sie werden merken, dass Ihre Körpergrenzen verschwimmen und das Gefühl für den eigenen Körper verloren geht.
Nur dort, wo Bewegung stattfindet, kommen Reize an. Dies wird primär Ihre Atmung betreffen. Dies ist auch ein recht häufiger Grund, warum es die sogenannten „Schreier“ gibt, auch wenn dieses Wort von keiner Fachlichkeit selbst sprechen kann. Durch das regelmäßige „Schreien“ werden die Rezeptoren aktiviert und erhöhen das eigene Körpergefühl. Vielen Menschen hilft es, wenn die Körperseiten mit festem Druck abgestrichen werden, dies kann mit wechselwarmen Waschungen unterstützt werden.

Reiz durch Nestlagerung fördern und Rezeptoren aktivieren

Auch das Bauen einer Nestlagerung ist hier sehr zu empfehlen. Die neuen Reize sorgen im Gehirn zur Ausschüttung von Hormonen, die uns beruhigen. Natürlich muss man sagen, dass wir hier von keiner Dauerlösung sprechen, sondern lediglich von einem Ansatz.
Bieten Sie regelmäßig verschiede Reize an, wie Bälle zum Kneten oder mit Noppen, abschubbeln der Haut mit Frotteehandtüchern, Umschläge mit ätherischen Ölen.

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