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Das männliche und weibliche Gehirn

männliches und weibliches Gehirn

Das männliche und weibliche Gehirn

 Gibt es einen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Gehirnen? Ja, wir können diese Frage tatsächlich klären! Der Dank geht an das National Institute of Mental Health in Bethesda (USA), welche erst 2020 diese Frage im Rahmen des Human Connectome Project beantworten konnten.
Natürlich haben Männer 150 – 200g mehr Hirnmasse, das muss doch schonmal was bedeuten, oder? Ähm, nein dieser Unterschied hat in Wirklichkeit überhaupt keine Auswirkungen, beim Gehirn zählt tatsächlich erstmal nicht die Masse, sondern der Ausbau verschiedener Dichtestrukturen in Form von Verknüpfungen und Leistungsfähigkeit. Mythos Nr. 1 kann direkt schonmal begraben werden, die Masse von Männern und Frauen ist zwar unterschiedlich groß, aber die allgemeine Leistungsfähigkeit ist bei beiden identisch. Der Unterschied wird auf den körperlichen Größenunterschied zurückgeführt, welcher durchschnittlich bei 13,5 % liegt. Kurz um, die Hirngröße beim Menschen verhält sich zur Körpergröße äquivalent.
Doch warum glaubt man, dass es Unterschiede bei männlichen und weiblichen Gehirnen gibt? Das Ganze geht nicht wie viele vermuten Jahrtausende zurück, sondern entspringt den neurologischen und psychiatrischen Pionieren unserer Zeit. Während anfangs noch die Rollenverteilung eine wichtige Rolle spielte, begannen viele Forscher irgendwann die Entwicklungsprozesse von Säuglingsalter an zu beobachten. Mädchen wurden als aktiver definiert und konnten in der Entwicklung von Fähigkeiten und Lernprozessen punkten, während Jungs eher eine Tendenz zur leichten Trägheit aufwiesen und die Fähigkeiten erst ein wenig später erwarben. Heute wissen wir aufgrund von modernen Messinstrumenten, dass die Gehirne von Mädchen im Säuglingsalter sich tatsächlich etwas aktiver zeigen als bei Jungs. Die Auswirkungen auf Fähigkeiten und Lernprozesse wurde verworfen, dass beide Geschlechter Variationen aufweisen, heute trennen wir diese Entwicklungen in kalendarisches und biologisches Alter auf.
Beobachtungen bis zur Pubertät und darüber hinaus zeigten geschlechtsspezifische unterschiedliche Verhaltensweisen bei den meisten im Rahmen von Impulskontrolle und Konfliktbewältigung.
Diesen Thesen wurde nachgegangen mit recht eindeutigen Ergebnissen, so fanden sich höhere Dichten bei Männern im Bereich der 3-dimensionalen Verarbeitung und Gesichtserkennung, während Frauen eine höhere Volumina und Dichte bei den kortikalen Regionen aufwiesen, welche für Koordination von Wahrnehmung, Motivation, Lernen und Denken zuständig sind.
Diese Unterschiede konnten auf die körpereigenen Geschlechtshormone zurückgeführt werden. Interessanterweise fanden sich niedrigere Konzentrationen an Hormonen in den besser ausgebildeten Gebieten, während schwächer ausgeprägte eine höhere Konzentration aufwiesen.
Abschließend konnte also bestimmt werden, dass die unterschiedlichen Ausprägungen im Mutterleib bereits ihren Anfang nehmen und unser ganzes Leben hormonell gesteuert werden.
Im Übrigen ist ein Mythos leider auch widerlegt. Lange ging man davon aus, dass der Mensch nur 10 % seines Gehirns aktiv nutzt. Dank heutigen Aktivitätsanalysen kann nachgewiesen werden, dass wir unser Gehirn vollständig nutzen.
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