Lagerungstechniken in der Pflege – Positionierung, Druckentlastung & Mobilitätsförderung
Professionelle Lagerung schützt vor Dekubitus, Kontrakturen und Pneumonie. Sie ist zugleich ein Grundpfeiler der Mobilisation und des DNQP-Expertenstandards „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“.
Was bedeutet Lagerung in der Pflege?
Unter Lagerung (auch: Positionierung, Positionswechsel) versteht man die gezielte Veränderung der Körperposition eines pflegebedürftigen Menschen im Bett, Rollstuhl oder Sessel. Die Lagerung ist ein zentrales Element der Pflegeplanung und hat mehrere gleichzeitige Ziele:
- Dekubitusprophylaxe – Druckentlastung gefährdeter Körperstellen (Sakrum, Fersen, Trochanteren, Schulterblätter)
- Kontrakturenprophylaxe – Vermeidung von Gelenkversteifungen durch regelmäßige Positionswechsel
- Pneumonieprophylaxe – Förderung der Lungenentfaltung, Sekretmobilisation
- Schmerzlinderung – Entlastung schmerzhafter Regionen, systematisches Schmerzassessment beachten
- Mobilitätsförderung – aktivierende Lagerung als Vorstufe zur Mobilisation
- Wohlbefinden – bequeme, würdevolle Positionierung
Expertenstandard: Der DNQP-Expertenstandard „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ (2. Aktualisierung 2017) fordert eine individuelle Bewegungsförderung statt starrer Lagerungspläne. Ziel ist immer: So viel Eigenbewegung wie möglich erhalten – Lagerung nur, wo der Betroffene sich nicht selbst entlasten kann.
Grundprinzipien der professionellen Lagerung
Vor jeder Lagerung
- Individuelle Risikoeinschätzung – Hautinspektion, Braden-Skala, Schmerzstatus
- Biografie berücksichtigen – Lieblingsposition, Schlafgewohnheiten, kulturelle Bedürfnisse
- Aufklärung & Einwilligung – Lagerung erklären, Bewohner einbeziehen
- Hilfsmittel vorbereiten – Kissen, Keile, Lagerungsschlange, Schaumstoffwürfel
- Arbeitsumgebung – Betthöhe anpassen, Rückenschonung beachten
Während der Lagerung
- Scherkräfte vermeiden – ziehen/schieben auf der Unterlage verursacht Hautschäden
- Freilagerung – gefährdete Stellen komplett freistellen (z. B. Fersen „frei schweben“ lassen)
- Druckverteilung – möglichst große Auflagefäche, keine Falten in Bettwäsche und Kleidung
- 30°-Regel – echte Seitenlage (90°) vermeiden – stattdessen 30°-Schräglage nutzen
- Dokumentation – Position, Zeitpunkt, Hautzustand in der Pflegedokumentation festhalten
Die wichtigsten Lagerungstechniken
1. 30°-Schräglagerung (Seitenlagerung)
Die 30°-Schräglagerung ist die am häufigsten angewandte und wissenschaftlich am besten belegte Lagerungstechnik zur Dekubitusprophylaxe. Der Patient liegt leicht zur Seite geneigt (ca. 30°), sodass weder Sakrum noch Trochanter major belastet werden.
- Patient leicht auf die Seite drehen (nicht über 30°)
- Rücken mit Keilkissen oder zusammengerollter Decke abstützen
- Oberes Bein leicht angewinkelt, auf Kissen gelagert
- Arme bequem positionieren, Schulter entlasten
Evidenz: Die 30°-Seitenlagerung reduziert den Auflagedruck am Sakrum nachweislich um bis zu 60 % gegenüber der Rückenlage (Defloor 2000, NPUAP/EPUAP/PPPIA Guideline 2019).
2. 135°-Bauchlagerung (Schräge Bauchlage)
Die 135°-Lagerung (auch „Schräge Bauchlage“ oder „Schiefe Ebene nach Simon“) entlastet gleichzeitig Sakrum, Trochanteren und Schulterblätter. Sie eignet sich besonders bei hohem Dekubitusrisiko am gesamten Rücken.
- Patient fast auf den Bauch drehen (135° = 45° über die Seitenlage hinaus)
- Oberer Arm und oberes Bein angewinkelt auf Kissen lagern
- Gesicht zur Seite drehen, Atemwege frei halten
- Unterer Arm nach hinten gestreckt oder leicht angewinkelt
Kontraindikationen: Schwere Ateminsuffizienz, frische Bauch-OPs, Schwäche der Atemmuskulatur, Adipositas permagna, unkontrolliertes Aspirationsrisiko. Vor Anwendung: ärztliche Rücksprache.
3. Mikrolagerung (Mikrobewegung)
Die Mikrolagerung erzeugt durch minimale Gewichtsverlagerungen (2–5 cm) eine Druckumverteilung, ohne den Patienten aufwendig umzulagern. Sie ist besonders geeignet für:
- Schmerzpatienten – die große Lagewechsel nicht tolerieren
- Sterbende – in der Palliativphase, wo Ruhe Vorrang hat
- Nachtlagerung – minimale Störung des Schlafes
Durchführung: Gefaltetes Handtuch oder kleines Kissen unter eine Körperseite legen (Schulter, Becken, Wade). Alle 1–2 Stunden die Seite wechseln. Die Gewichtsverlagerung reicht aus, um den Kapillardruck zu senken und die Durchblutung zu reaktivieren.
4. Oberkörperhochlagerung (30°–45°)
Standardposition bei Atemnot, Aspiration, Reflux, Herzinsuffizienz. Kopfteil des Bettes auf 30–45° erhöhen.
- 30° – leichte Erhöhung, Pneumonieprophylaxe, PEG-Sonden-Patienten
- 45° – stärkere Erhöhung bei akuter Atemnot, Herzinsuffizienz
- Cave: Rutschgefahr nach unten! Scherkräfte am Sakrum entstehen – daher Knierolle einlegen und Fußstütze nutzen
- Arme auf Kissen lagern, Schultern entlasten
5. Atemerleichternde Lagerungen
| Lagerung | Technik | Indikation |
|---|---|---|
| Kutschersitz | Sitzend, Oberkörper nach vorne geneigt, Arme auf Oberschenkeln oder Tischkante | Akute Atemnot (COPD, Asthma), Einsatz der Atemhilfsmuskulatur |
| T-Lagerung | Längsrolle unter Wirbelsäule, Arme seitlich abgelegt (T-Form) | Thoraxdehnung, Sekretmobilisation, Pneumonieprophylaxe |
| V-Lagerung | Zwei Kissen V-förmig unter Schultern und oberen Thorax | Erleichtert Abhusten, erweitert untere Lungenabschnitte |
| A-Lagerung | Kissen A-förmig unter unterem Thorax und Flanken | Erleichtert Einatmung, dehnt obere Lungenabschnitte |
| Dehnlagerung | Arm der betroffenen Seite über Kopf, Kissen unter betroffene Thoraxseite | Einseitige Belüftungsstörung, Pleuraerguss, postoperativ |
6. Lagerung nach Bobath
Das Bobath-Konzept ist ein neurophysiologischer Therapieansatz, der vor allem bei Schlaganfall-Patienten (Hemiparese/Hemiplegie) angewandt wird. Die Lagerung hat hier zusätzliche Ziele:
- Förderung der Körperwahrnehmung der betroffenen Seite
- Spastikprävention – pathologische Muster vermeiden
- Schmerzfreie Positionierung des betroffenen Arms und Beins
- Lagerung auf der betroffenen Seite – setzt sensorische Reize und fördert die Wahrnehmung
- Lagerung auf der gesunden Seite – betroffene Extremitäten dürfen nicht hängen, müssen unterstützt werden
Bei der Lagerung auf die betroffene Seite achten Sie auf: betroffene Schulter leicht nach vorne, Arm gestreckt gelagert, Handfläche nach oben. Das betroffene Bein leicht gestreckt, gesundes Bein angewinkelt auf Kissen. Diese Position stimuliert die betroffene Seite und beugt dem „Neglect“ vor.
Quelle: Bobath-Konzept IBITA (International Bobath Instructors Training Association)
7. Neutrallagerung (Mittelstellung)
Gelenke werden in physiologischer Mittelstellung gelagert, um Kontrakturen vorzubeugen:
- Hüfte – leichte Abduktion und Flexion (ca. 10–15°)
- Knie – leichte Beugung (ca. 20–30°), Unterpolsterung der Kniekehle
- Füße – 90°-Stellung (Spitzfußprophylaxe), Antirotationsschiene oder Kissen
- Hände – leichte Fauststellung (Handrolle), Finger nicht überstrecken
- Schulter – leichte Abduktion, nicht hinter die Körpermitte fallen lassen
8. Sitzende Lagerung (Rollstuhl / Sessel)
Auch im Rollstuhl und Sessel gelten Lagerungsprinzipien. Häufige Fehler: zu langes, passives Sitzen ohne Druckentlastung.
- Sitzdauer begrenzen – max. 2 Stunden ohne Positionswechsel
- Sitzkissen – druckentlastende Sitzkissen (Gel, Luft, Visko) verwenden
- Füße aufstellen – nicht baumeln lassen (Durchblutung!)
- Gewichtsverlagerung – regelmäßig anleiten: Armlehnen hochdrücken, Seite wechseln
- Rumpfstabilität – bei fehlender Rumpfkontrolle: Seitenpelotten, Gurtsysteme (nur mit ärztlicher Anordnung!)
Individueller Lagerungsplan – Schritt für Schritt
Jeder Bewohner braucht einen individuellen Lagerungsplan, der in der Pflegedokumentation hinterlegt wird.
Dekubitusrisiko (Braden-Skala), Kontrakturrisiko, Ernährungsstatus, Mobilitätsgrad, Schmerzstatus, Hautzustand erfassen.
Was soll die Lagerung erreichen? Druckentlastung, Atemerleichterung, Kontrakturprophylaxe, Schmerzlinderung – oder mehrere Ziele gleichzeitig?
Welche Positionen sind möglich und verträglich? 30°-Schräglage, Rückenlage, Mikrolagerung, Oberkörperhochlagerung? Reihenfolge festlegen.
Standard: alle 2–4 Stunden – aber individuell anpassen. Patienten mit Wechseldruckmatratze evtl. länger, Patienten mit bestehender Hautrötung kürzer. Nachts: Mikrolagerung als Alternative.
Welche Pflegehilfsmittel werden benötigt? Lagerungskissen, Keilkissen, Schaumstoffwürfel, Lagerungsschlange, Fersenschoner, Wechseldruckmatratze?
Hautzustand bei jedem Positionswechsel kontrollieren. Besteht Rötung? Fingertest (Wegdrückbarkeit). Plan bei Veränderungen anpassen.
Lagerungshilfsmittel – Übersicht
| Hilfsmittel | Einsatz | Kostenträger |
|---|---|---|
| Lagerungskissen (Standard) | 30°-Lagerung, Neutralstellung, Fersenfreilagerung | Pflegekasse (§ 40 Abs. 1 SGB XI) |
| Keilkissen / Dreieckkissen | 30°- und 135°-Lagerung, Oberkörperhochlagerung | Pflegekasse / Krankenkasse |
| Lagerungsschlange | Flexible Positionierung, Körperkontur anpassbar | Pflegekasse |
| Fersenschoner / Fersenkissen | Freilagerung der Fersen (dekubitusgefährdet!) | Pflegekasse |
| Wechseldruckmatratze | Automatische Druckverteilung durch Luftkammern, ab Dekubitusrisiko Grad 2+ | Krankenkasse (§ 33 SGB V) mit ärztlicher Verordnung |
| Viskoelastische Matratze | Passive Druckentlastung durch Anpassung an Körperform | Krankenkasse |
| Antirutschmatte | Verhindert Verrutschen bei Oberkörperhochlagerung | Pflegekasse |
Die meisten Lagerungshilfsmittel sind als Pflegehilfsmittel (monatlich bis 42 € Verbrauchspauschale) oder über die Krankenkasse (§ 33 SGB V, ärztliche Verordnung) erhältlich.
Die 5 häufigsten Lagerungsfehler
Patient im Bett nach oben ziehen statt heben oder Gleittuch verwenden. Die Haut wird über die Unterlage geschoben – Scherkräfte zerstören Hautschichten. Besser: Gleittuch, Rutschbrett oder Betthöhe verändern.
Echte 90°-Seitenlage belastet den Trochanter major massiv – eine der häufigsten Dekubitusstellen. Besser: 30°-Schräglagerung anwenden.
„Sitzringe“ verursachen einen Druckring um das Sakrum und verschlechtern die Durchblutung im Zentrum. Sie sind kontraindiziert und in keiner Leitlinie empfohlen.
„Alle 2 Stunden umlagern“ – ohne zu prüfen, ob das für diesen Patienten ausreicht oder überflüssig ist. Besser: Individuell nach Hautzustand und Bewegungsfähigkeit anpassen.
Falten erzeugen punktuellen Druck und können innerhalb von Stunden Hautrötungen verursachen. Besser: Laken straff und faltenfrei ziehen, Kleidung glätten.
Lagerung in der häuslichen Pflege
In der häuslichen Pflegesituation ist korrekte Lagerung besonders wichtig – und besonders herausfordernd. Pflegende Angehörige haben oft keine Ausbildung und kämpfen mit Rückenschmerzen.
Tipps für Angehörige
- Pflegekurs nach § 45 SGB XI nutzen – kostenlos, auch im eigenen Zuhause
- Rückenschonung – immer aus den Beinen heben, Betthöhe anpassen, Hilfsmittel nutzen
- Gleittuch – erleichtert das Umlagern enorm (Kosten: ca. 15–30 €)
- Timer stellen – Lagerungsintervalle nicht vergessen, besonders nachts
- Dekubitusprophylaxe-Matratze – ärztlich verordnen lassen, Krankenkasse übernimmt
Finanzierung
- Pflegehilfsmittel bis 42 €/Monat (Verbrauchspauschale)
- Technische Hilfsmittel (Matratze, Pflegebett) – ärztliche Verordnung → Krankenkasse
- Wohnraumanpassung bis 4.180 € (z. B. Pflegebett, elektrischer Lattenrost)
- Entlastungsbetrag 131 €/Monat – für anerkannte Entlastungsangebote
Wichtig: Ein Dekubitus in der häuslichen Pflege ist kein Versagen. Informieren Sie sofort den Hausarzt oder Pflegedienst, wenn eine nicht wegdrückbare Rötung entsteht. Frühzeitige Behandlung verhindert schwere Gewebeschäden. Mehr dazu: Dekubitus – Erkennung und Prophylaxe
Rechtliche Aspekte der Lagerung
Lagerung ist eine pflegerische Maßnahme mit erheblicher haftungsrechtlicher Relevanz:
- Dokumentationspflicht – Jeder Lagerungswechsel muss mit Zeitpunkt, Position und Hautzustand in der Pflegedokumentation festgehalten werden
- Expertenstandard – Der DNQP-Expertenstandard Dekubitusprophylaxe ist der Maßstab. Nichtbeachtung begründet Pflegefehler-Verdacht
- Freiheitsentziehende Maßnahmen – Fixierungen am Bett (Bettgitter, Gurte) zur Lagerungssicherung erfordern richterliche Genehmigung oder Einwilligung des Betreuers (§ 1831 BGB)
- Delegation – Lagerung kann an Pflegehelfer und angelernte Kräfte delegiert werden – nach Anleitung und Überprüfung durch Pflegefachkraft
- Haftung – Bei nachgewiesenem Pflegefehler (fehlende Lagerung, fehlende Dokumentation) haftet die Pflegeeinrichtung bzw. der Pflegedienst
Häufige Fragen zu Lagerungstechniken
Wie oft muss gelagert werden?
Es gibt keine pauschale Regel. Der Expertenstandard fordert eine individuelle Einschätzung. Orientierung: alle 2–4 Stunden bei immobilen Patienten, kürzer bei bestehender Hautrötung, länger bei Wechseldruckmatratze. Der Hautbefund bei jedem Positionswechsel entscheidet: Besteht eine Rötung, die sich nicht mehr wegdrücken lässt? Dann war das Intervall zu lang.
Was ist besser – Lagerung oder Wechseldruckmatratze?
Beides ergänzt sich. Eine Wechseldruckmatratze ersetzt die Lagerung nicht, kann aber die Intervalle verlängern. Bei hohem Dekubitusrisiko sind beide Maßnahmen gleichzeitig nötig. Die Matratze entlastet automatisch, die manuelle Lagerung fördert zusätzlich Mobilität und Kontrakturprophylaxe.
Dürfen Angehörige lagern?
Ja – nach Anleitung. Pflegedienste und Pflegekurse (§ 45 SGB XI, kostenlos) schulen Angehörige in Lagerungstechniken. Wichtig: Rückenschonende Techniken erlernen, Hilfsmittel nutzen, und bei Hautveränderungen sofort den Pflegedienst oder Arzt informieren.
Was tun, wenn der Patient die Lagerung ablehnt?
Das Selbstbestimmungsrecht hat Vorrang. Dokumentieren Sie die Aufklärung über Risiken (Dekubitus) und die Ablehnung. Bieten Sie Alternativen an: Mikrolagerung, Wechseldruckmatratze, Schmerzmittel vor der Lagerung. Die Ablehnung muss in der Pflegedokumentation festgehalten werden.
Welche Weiterbildung vermittelt Lagerungstechniken?
Lagerungstechniken sind Bestandteil der Pflegeausbildung, der Behandlungspflege LG 1 & 2 sowie der Weiterbildung PDL. Spezielle Bobath-Kurse werden von zertifizierten IBITA-Instruktoren angeboten. Für Pflegehelfer gibt es Schulungen über den Ambulanten Pflegeassistenten.
Quellenangaben
- DNQP – Expertenstandard Dekubitusprophylaxe in der Pflege (2. Aktualisierung 2017)
- EPUAP/NPIAP/PPPIA – Prevention and Treatment of Pressure Ulcers/Injuries: Clinical Practice Guideline (2019)
- Defloor T (2000): The effect of position and mattress on interface pressure. Applied Nursing Research 13(1):2–11.
- AWMF – S3-Leitlinie Lokaltherapie chronischer Wunden bei Patienten mit Risiken
- Bobath-Konzept: IBITA – International Bobath Instructors Training Association, Leitlinien zur Lagerung bei Hemiparese.
- BMG – Bundesministerium für Gesundheit: Pflege in Deutschland
Hinweis: Diese Seite dient der Information und ersetzt keine individuelle pflegerische Beratung oder ärztliche Verordnung. Lagerungspläne müssen immer an die individuelle Situation angepasst werden. Stand: April 2026.
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Richtige Antwort: B)
Die 30°-Seitenlagerung (Schräglagerung) bewirkt eine Neigung des gesamten Körpers um ca. 30° zur Seite. Dabei wird der Auflagedruck vom Sakrum (knöcherne Prominenz mit hohem Dekubitusrisiko) auf die weichteilgepolsterte laterale Gesäßregion verlagert. Ein Kissen oder Lagerungskeil wird unter Rücken und Gesäß positioniert. Laut EPUAP/NPIAP (2019) und DNQP (2017) ist diese Technik evidenzbasiert und Standardmaßnahme der Dekubitusprophylaxe.
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Dozent für Pflegeweiterbildung · Fachautor für Lagerung und Positionierung im Wissenszentrum Pflege. Wissen, das in der Praxis ankommt.