Weiterbildung-Reinhold

Welperstraße 51a
45525 Hattingen

0 23 24 / 99 07 464

Wir stehen Dir gerne auch telefonisch zur Verfügung.

Mo - Fr: 10 - 18 Uhr

Honig

Flüssiges Naturgold

 
Faszination Honig – die süße, klebrige Substanz, die von fleißigen Bienen produziert wird, hat die Menschheit seit Jahrtausenden fasziniert. Er wird nicht nur als Lebensmittel geschätzt, sondern hat auch eine Reihe von medizinischen Vorteilen.
 

Wie wird Honig hergestellt? (vereinfachte Erklärung)

 
Alles beginnt mit den Arbeitsbienen, die aus dem Bienenstock ausschwärmen, um Nektar von blühenden Pflanzen zu sammeln. Mit ihren spezialisierten Mundwerkzeugen saugen sie den süßen Nektar aus den Blüten. Während dieser Sammlung fügen sie dem Nektar Enzyme hinzu, die aus Drüsen in ihrem Mund kommen. Diese Enzyme beginnen den Prozess, um den Nektar in Honig umzuwandeln.
 
Nachdem sie Nektar gesammelt haben, kehren die Bienen zum Bienenstock zurück. Dort geben sie den Nektar an andere Arbeitsbienen weiter.
Der Bienenstock ist ein geschäftiger Ort, und nachdem der Nektar übergeben wurde, wird er für die Lagerung in die Waben des Bienenstocks verbracht. Der Nektar enthält zu diesem Zeitpunkt immer noch viel Wasser. Um die Flüssigkeit der Begierde daraus zu machen, muss ein Großteil dieses Wassers entfernt werden. Die Bienen helfen bei diesem Prozess, indem sie mit ihren Flügeln fächeln, um die Luftzirkulation im Bienenstock zu erhöhen und so die Verdunstung des Wassers zu fördern.
Während des Verdunstungsprozesses setzen die Bienen weiterhin Enzyme in den Nektar ein. Diese Enzyme spalten die komplexen Zucker im Nektar in einfachere Zucker. Dies verhindert nicht nur, dass der Honig kristallisiert, sondern macht ihn auch für schädliche Mikroorganismen unverdaulich, wodurch dieser von Natur aus konserviert wird.
Sobald der Nektar in Honig umgewandelt wurde, bedecken die Bienen die Oberseite der Wabe mit einer dünnen Schicht von Bienenwachs. Dies versiegelt den Honig und schützt ihn vor Verunreinigungen. Diese versiegelte Wabe ist nun bereit, als Nahrungsquelle für die Bienen während der kälteren Monate zu dienen, wenn Nahrung knapper wird.
Vorteile und Wirkweisen
 
Natürliches Süßungsmittel: Honig ist eine gesündere Alternative zu industriell hergestelltem Zucker oder künstlichen Süßstoffen. Er verleiht Speisen und Getränken eine natürliche Süße und hat dabei noch einen charakteristischen, angenehmen Geschmack.
Aber Achtung, 100g Honig bestehen zu 80g aus Zucker. Die Hauptzucker hierbei sind Monosaccharide, Fructose und Glucose. Ein Teil kommt von den Pflanzen selbst, während bei der Reifung Saccharose (einfacher Zucker) durch enzymatische Spaltung entsteht.
 
Antibakterielle Wirkung: Honig hat eine natürliche, antibakterielle Wirkung. Dies liegt zum Teil an seinem hohen Zucker- und niedrigen Wassergehalt, der ein ungünstiges Umfeld für Bakterien schafft. Zusätzlich enthält Honig geringe Mengen an Wasserstoffperoxid, das durch das Enzym Glukoseoxidase produziert wird, das die Bienen dem Nektar hinzufügen. Dieses Wasserstoffperoxid trägt zur antibakteriellen Wirkung bei.
Hustenlindernd: Honig kann helfen, den Husten zu lindern, insbesondere den nächtlichen Husten bei Kindern. Ein Löffel Honig vor dem Schlafengehen kann oft Wunder wirken! Kann mit Zwiebelsaft gemischt werden.
 
Reich an Antioxidantien: Antioxidantien sind Substanzen, die dazu beitragen, die Zellen unseres Körpers vor Schäden durch freie Radikale zu schützen. Honig enthält verschiedene Antioxidantien, darunter Flavonoide (sollen begünstigend auf den Blutdruck einwirken) und Phenolsäuren (soll antikarzinogen wirken und beugt Mikrobenbesiedelung im Honig vor).
Präbiotische Wirkung: Honig enthält Zuckerarten, die als Präbiotika wirken können. Präbiotika sind Nahrung für nützliche Darmbakterien und können dazu beitragen, eine gesunde Darmflora aufrechtzuerhalten.
 
Wundheilung: Dank seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften kann er zur Wundheilung beitragen. Er schafft ein feuchtes Umfeld, das die Heilung fördert, und bildet eine Schutzschicht, die eine Infektion verhindert. (Bitte vorher mit Arzt absprechen)
Vorbeugung gegen Magengeschwüre: Es gibt Hinweise darauf, dass Honig helfen kann, Magengeschwüre zu verhindern, da er das Wachstum von Helicobacter pylori, einem Bakterium, das Magengeschwüre begünstigt, hemmen kann.
Hautpflege: Dank seiner feuchtigkeitsspendenden und antibakteriellen Eigenschaften wird er oft in Hautpflegeprodukten verwendet. Er kann helfen, die Haut zu hydratisieren, sie weich zu machen und Hautirritationen zu lindern.
 

Ein paar Dinge, die man beachten sollte:

 
So wunderbar Honig auch ist, es gibt ein paar Dinge, die man im Hinterkopf behalten sollte. Erstens, obwohl er eine natürliche Zuckerquelle ist, bleibt er dennoch ein Süßungsmittel. Ein übermäßiger Konsum sollte vermieden werden. Er kommt auch bei Unterzuckerung zum Einsatz neben regulären Traubenzucker, Apfelsaft etc.
Zweitens sollte Honig nicht an Kinder unter einem Jahr gegeben werden, da er Bakteriensporen enthalten kann, die bei Babys zu einer seltenen, aber ernsten Erkrankung führen können.
 

Honig ist eine Lebensmittelausnahme, denn bei richtiger Lagerung kann es eigentlich nicht schlecht werden (Dunkel und trocken). Das Haltbarkeitsdatum ist wie bei Salz durch den Gesetzgeber vorgeschrieben, das für jedes Lebensmittel ein Mindesthaltbarkeitsdatum vorsieht. Wenn Honig Feuchtigkeit zieht, beginnt er zu gären (Nein, man hat dann nicht einfach Met hergestellt), das liegt an Hefebakterien, die in jedem Honig vorhanden sind, aber nur bei Wasser florieren können.

Weißt du, was passiert, wenn die Mauern der Seele fallen? Find es heraus.
Besuch unseren Blog auch auf Facebook!