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Expertenstandard Sturzprophylaxe – E-Learning | Weiterbildungen Reinhold
E-Learning · DNQP-Expertenstandard

Expertenstandard Sturzprophylaxe

Sturzrisiko systematisch erfassen, Maßnahmen planen und Mobilität fördern – nach DNQP-Standard in 120 Minuten praxisnah aufbereitet.

Auf einen Blick

Kursdauer
120
Minuten Lerninhalt
Abschluss
Test
Wissenstest zum Bestehen
Zertifikat
Automatisch per E-Mail
Format
E-Learning
Digitale Lernplattform

Der Expertenstandard Sturzprophylaxe (DNQP) legt verbindliche Qualitätsanforderungen für Sturzrisikoassessment, präventive Maßnahmen und die Evaluation in der Pflege fest. Dieser Kurs vermittelt alle Inhalte des Standards praxisnah und bereitet auf eine evidenzbasierte Sturzprävention vor.

Was Sie in diesem Kurs lernen

Risikoerfassung & Assessment

  • Sturzrisiko mit validierten Instrumenten systematisch einschätzen
  • Intrinsische Risikofaktoren (Mobilität, Kognition, Medikamente) erkennen
  • Extrinsische Risikofaktoren (Umgebung, Schuhwerk, Hilfsmittel) identifizieren
  • Sturzereignisse von Sturzmuster unterscheiden und dokumentieren

Maßnahmen & Dokumentation

  • Individuellen Sturzprophylaxeplan erstellen und evaluieren
  • Bewegungs- und Gleichgewichtstraining anleiten
  • Umgebung sicher und sturzmindernd gestalten
  • Sturzprotokoll rechtskonform dokumentieren

Kursinhalt

1. Grundlagen & Epidemiologie

Häufigkeit und Folgen von Stürzen (Fraktur, Hospitalisation, Todesrisiko, Sturzangst), volkswirtschaftliche Kosten, Unterschied Sturzereignis/Sturzhäufigkeit, Dokumentationspflichten.

2. Sturzrisikoassessment

Morse Fall Scale und STRATIFY im direkten Vergleich, multifaktorielle Analyse sturzfördernder Faktoren, kognitive Einschränkungen und Medikamente als Risikofaktoren, Reassessment-Zeitpunkte.

3. Prophylaktische Maßnahmen

Mobilisationsförderung und Gleichgewichtstraining (Tai Chi, Sitztanz, gezielte Übungen), Hilfsmittelversorgung (Rollator, Haltegriffe), Umgebungsgestaltung (Beleuchtung, Bodenbelag, Stolperfallen), Schuhwerk.

4. Dokumentation & FEM

Sturzprotokoll und Verlaufsbeobachtung, Evaluation der prophylaktischen Maßnahmen, rechtliche Grundlagen freiheitsentziehender Maßnahmen (FEM), Alternativen zu FEM bei hohem Sturzrisiko.

Für wen ist dieser Kurs?

Ambulante Pflegedienste

Pflegefachkräfte und Pflegekräfte, die reguläre Fortbildungsnachweise für den ambulanten Pflegedienst benötigen.

Pflegeeinrichtungen (Langzeitpflege)

Stationäre Einrichtungen schulen Mitarbeitende strukturiert zu den DNQP-Standards – dokumentierbar für MD-Prüfungen.

Altenwohngruppen

Kleine Teams profitieren von der flexiblen Online-Durchführung ohne Freistellung oder Reiseaufwand.

Preise & Buchung

Einzel buchbar oder im günstigen Komplettpaket mit allen 9 Expertenstandard-Kursen.

Einzelkurs Sturzprophylaxe

39 € p.P.
inkl. 19 % MwSt. · Jahreslizenz
  • Kurs Sturzprophylaxe (120 Min.)
  • Wissenstest zum Bestehen
  • Abschlusszertifikat per E-Mail
  • 12 Monate Zugang ab Buchung
  • PC, Tablet & Smartphone
Jetzt buchen

Gruppenrabatte (Komplettpaket)

LizenzmengePreis pro PersonErsparnis
1–9 Lizenzen150,00 €
ab 10 Lizenzen140,00 €– 6,7 %
ab 25 Lizenzen125,00 €– 16,7 %
ab 50 Lizenzen100,00 €– 33,3 %

Alle Preise inkl. 19 % MwSt. • Jahreslizenz: 12 Monate ab Buchungsdatum • Gruppenangebot: Kontakt aufnehmen

Häufige Fragen

Welche Risikofaktoren werden im Sturzassessment erfasst?
Mobilität, Gleichgewicht, Medikation, Sehvermögen, kognitive Einschränkungen, frühere Sturzereignisse sowie Umgebungsfaktoren werden systematisch eingeschätzt. Das Assessment orientiert sich am aktuellen Stand des DNQP-Expertenstandards.
Sind freiheitsentziehende Maßnahmen zur Sturzprophylaxe erlaubt?
FEM sind nur unter strengen rechtlichen Voraussetzungen und als letztes Mittel einsetzbar. Der Kurs vermittelt die rechtlichen Grundlagen und zeigt wirksame Alternativen auf.
Kann Sturzprophylaxe von Alltagsbegleitern übernommen werden?
Risikoeinschätzung und Maßnahmenplanung obliegen Pflegefachkräften. Alltagsbegleiter können unterstützend bei Bewegungsangeboten mitwirken.
Wie oft soll das Sturzrisiko neu eingeschätzt werden?
Bei Aufnahme, nach jedem Sturzereignis und bei Zustandsveränderungen – sowie in regelmäßigen festgelegten Abständen.
Was sind die häufigsten Sturzursachen in Pflegeeinrichtungen?
Eingeschränkte Mobilität, Medikamentennebenwirkungen (v. a. Sedativa, Antihypertensiva), Schwindel, unsichere Schuhe, schlechte Beleuchtung sowie demenziell bedingte Einschränkungen der Gefahrenwahrnehmung zählen zu den häufigsten Ursachen.
Welche pflegerischen Maßnahmen zur Sturzprophylaxe sind wirksam?
Gezieltes Gleichgewichts- und Krafttraining, Überprüfung der Medikation, Schuhversorgung, Anpassung der Wohnumgebung, Hilfsmittelversorgung (Gehhilfen, Hüftprotektoren) sowie ausreichende Beleuchtung gehören zu den nachweislich wirksamen Maßnahmen.
Was ist nach einem Sturzereignis zu tun?
Erste Beurteilung von Verletzungen, medizinische Versorgung, lückenlose Dokumentation des Sturzgeschehens, Information der Angehörigen und des behandelnden Arztes sowie eine Sturzursachenanalyse zur Maßnahmenanpassung.
Wann dürfen freiheitsentziehende Maßnahmen eingesetzt werden?
Fixierungen oder Bettgitter dürfen nur mit richterlicher Genehmigung oder Einwilligung der rechtlich betreuenden Person und bei konkreter Selbstgefährdung eingesetzt werden – nicht als Routinemaßnahme.
Wie wird Sturzprophylaxe in der Pflegedokumentation nachgewiesen?
Risikoassessment, abgeleitete Maßnahmen, Evaluation und Sturzprotokolle müssen nachvollziehbar dokumentiert sein. Beim Pflege-TÜV ist Sturzprophylaxe ein zentraler Qualitätsindikator.
Warum ist Sturzprophylaxe auch für ambulante Pflegedienste wichtig?
Stürze sind die häufigste Ursache für Krankenhauseinweisungen pflegebedürftiger Menschen zu Hause. Ambulante Pflegekräfte können durch strukturiertes Risikoassessment und gezielte Maßnahmen das Sturzrisiko auch im häuslichen Umfeld wirksam senken.

Jetzt Sturzprophylaxe schulen

Stürze verhindern, Mobilität erhalten – mit systematischer Risikoerfassung und individuellen Prophylaxemaßnahmen nach DNQP.

Hinweis: Die Inhalte orientieren sich an den jeweils aktuellen Expertenstandards des DNQP.