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Expertenstandard Beziehungsgestaltung bei Menschen mit Demenz – E-Learning | Weiterbildungen Reinhold
E-Learning · DNQP-Expertenstandard

Expertenstandard Beziehungsgestaltung
bei Menschen mit Demenz

Personenzentrierte Pflege, Validation und demenzgerechte Kommunikation nach DNQP – professionell, empathisch und in 120 Minuten aufbereitet.

Auf einen Blick

Kursdauer
120
Minuten Lerninhalt
Abschluss
Test
Wissenstest zum Bestehen
Zertifikat
Automatisch per E-Mail
Format
E-Learning
Digitale Lernplattform

Der Expertenstandard Beziehungsgestaltung bei Menschen mit Demenz (DNQP) definiert evidenzbasierte Qualitätsanforderungen für eine personenzentrierte, würdevolle Pflege von Menschen mit Demenz. Dieser Kurs vermittelt alle Inhalte des Standards praxisnah und bereitet auf eine professionelle Beziehungsgestaltung im Pflegealltag vor.

Was Sie in diesem Kurs lernen

Kommunikation & Beziehung

  • Personenzentrierten Pflegeansatz nach Tom Kitwood anwenden
  • Demenzgerechte Kommunikation im Pflegealltag einsetzen
  • Validationsmethoden nach Naomi Feil kennen und nutzen
  • Biographieorientierte Pflege in der Beziehungsgestaltung einsetzen

Verhalten & Umgebung

  • Herausforderndes Verhalten (BPSD) verstehen und deeskalieren
  • Angehörige in die demenzgerechte Pflege einbeziehen
  • Pflegeumgebung demenzgerecht gestalten
  • Tagesstrukturierende Maßnahmen planen und umsetzen

Kursinhalt

1. Demenz & personenzentrierte Pflege

Demenzerkrankungen und Verlaufsformen (Alzheimer, vaskuläre Demenz, Lewy-Body), Bedürfnisse von Menschen mit Demenz, Tom Kitwoods Modell des Personseins (Identität, Bindung, Beschäftigung, Einbeziehung, Trost), Wohlbefindensindikatoren.

2. Kommunikation & Validation

Verbale und nonverbale Kommunikation bei Demenz, Validationsmethoden nach Naomi Feil (Empathie statt Realitätsorientierung), integrative Validation nach Nicole Richard, Biographiearbeit als Kommunikationsgrundlage.

3. Herausforderndes Verhalten

BPSD (Behavioural and Psychological Symptoms of Dementia): Agitation, Rufen, nächtliche Unruhe, Apathie, Aggression. Ursachenanalyse (Schmerz, Angst, Langeweile, Hunger), deeskalierende Strategien, nicht-pharmakologische Interventionen.

4. Umgebung & Angehörige

Milieugestaltung (Orientierungshilfen, Licht, Raumgestaltung), tagesstrukturierende Maßnahmen (Beschäftigungsangebote, Musiktherapie), Einbeziehung und Entlastung von Angehörigen, Angehörigengespräche führen.

Für wen ist dieser Kurs?

Ambulante Pflegedienste

Pflegefachkräfte und Pflegekräfte, die reguläre Fortbildungsnachweise für den ambulanten Pflegedienst benötigen.

Pflegeeinrichtungen (Langzeitpflege)

Stationäre Einrichtungen schulen Mitarbeitende strukturiert zu den DNQP-Standards – dokumentierbar für MD-Prüfungen.

Altenwohngruppen

Kleine Teams profitieren von der flexiblen Online-Durchführung ohne Freistellung oder Reiseaufwand.

Preise & Buchung

Einzel buchbar oder im günstigen Komplettpaket mit allen 9 Expertenstandard-Kursen.

Einzelkurs Beziehungsgestaltung Demenz

39 € p.P.
inkl. 19 % MwSt. · Jahreslizenz
  • Kurs Beziehungsgestaltung Demenz (120 Min.)
  • Wissenstest zum Bestehen
  • Abschlusszertifikat per E-Mail
  • 12 Monate Zugang ab Buchung
  • PC, Tablet & Smartphone
Jetzt buchen

Gruppenrabatte (Komplettpaket)

LizenzmengePreis pro PersonErsparnis
1–9 Lizenzen150,00 €
ab 10 Lizenzen140,00 €– 6,7 %
ab 25 Lizenzen125,00 €– 16,7 %
ab 50 Lizenzen100,00 €– 33,3 %

Alle Preise inkl. 19 % MwSt. • Jahreslizenz: 12 Monate ab Buchungsdatum • Gruppenangebot: Kontakt aufnehmen

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Validation und Realitätsorientierung?
Validation akzeptiert die subjektive Wahrheit des demenzkranken Menschen und begegnet ihr empathisch. Realitätsorientierung versucht, ihn in die aktuelle Realität zurückzuführen – was bei fortgeschrittener Demenz oft zu Distress führt.
Was bedeutet BPSD?
Behavioural and Psychological Symptoms of Dementia – Verhaltens- und psychologische Symptome wie Agitation, Rufen, nächtliche Unruhe, Aggression oder Apathie.
Ist dieser Kurs auch für Betreuungskräfte (§ 43b) geeignet?
Ja – Beziehungsgestaltung ist das Kernarbeitsfeld von Betreuungskräften. Dieser Kurs ergänzt die Pflichtfortbildung nach § 43b/53b SGB XI ideal.
Was ist der personenzentrierte Ansatz?
Der von Tom Kitwood entwickelte Ansatz stellt die Person mit Demenz – mit ihrer Geschichte, Persönlichkeit und aktuellen Bedürfnissen – in den Mittelpunkt aller Pflegehandlungen.
Welche Kommunikationsstrategien sind bei Menschen mit Demenz wirksam?
Kurze, einfache Sätze, eine ruhige Stimme, Blickkontakt auf Augenhöhe, nonverbale Zuwendung sowie die Vermeidung von Korrekturen oder Widerspruch. Nähe und Berührung (wenn erwünscht) stärken das Sicherheitsgefühl.
Wie reagiert die Pflege auf herausforderndes Verhalten?
Nicht-pharmakologische Ansätze wie Biographiearbeit, Musiktherapie, Snoezelumgebungen und Tagesstruktur sind erste Wahl. Auslöser des Verhaltens werden systematisch erkundet, bevor andere Maßnahmen eingeleitet werden.
Was bedeutet Biographiearbeit in der Demenzpflege?
Durch Kenntnis von Lebensgeschichte, Vorlieben, Gewohnheiten und Werten können Pflegekräfte individuell auf Bedürfnisse eingehen. Biographiebögen helfen, Vertrauen aufzubauen und herausforderndes Verhalten besser zu verstehen.
Wie wird Beziehungsgestaltung in der Pflegedokumentation abgebildet?
Individuelle Kommunikations- und Beziehungshinweise werden in der Pflegeplanung verankert. Reaktionen auf Pflegeinterventionen sowie Veränderungen im Wohlbefindensstatus sollen dokumentiert werden.
Welche Berufsgruppen profitieren besonders von diesem Kurs?
Pflegefachkräfte und Pflegekräfte, Betreuungskräfte nach § 43b/53b SGB XI, Wohnbereichsleitungen und PDL in der stationären und ambulanten Demenzpflege.
Wie unterscheiden sich die Demenzphasen in Bezug auf die Pflege?
In der frühen Phase stehen Orientierungshilfen und Autonomieerhalt im Vordergrund. In der mittleren Phase erfordern BPSD und Alltagsbegleitung besondere Kompetenz. In der späten Phase dominieren Palliativpflege, Schmerzkontrolle und würdevolle Zuwendung.

Jetzt Beziehungsgestaltung bei Demenz schulen

Menschen mit Demenz begegnen – mit Empathie, Wissen und den richtigen Methoden für eine personenzentrierte Beziehungsgestaltung.

Hinweis: Die Inhalte orientieren sich an den jeweils aktuellen Expertenstandards des DNQP.