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Erkältung, Gliederschmerzen und Fieber sind alles, nur nicht angenehm.

Fast jeder erlebt es mindestens einmal in seinem Leben, man fühlt sich richtig schlecht, die Gliederschmerzen, aufstehen fällt sehr schwer und dann Fieber, das Gefühl einer Zentralheizung im eigenen Körper. Was viele nicht wissen, das sind keine direkten Krankheitssymptome, sondern eine Reaktion des Körpers auf das Eindringen von pathogenen Erregern, die beginnen sich auszubreiten.
Unser Körper stellt ein Wunderwerk aus Zellverknüpfungen dar, 60 Milliarden Zellen bilden eine funktionsfähige Einheit, welche fast perfekt auf die Gegebenheiten ihrer Umwelt angepasst ist und sich bei Schäden oder Angriffen selbstständig verteidigt und repariert. Und wenn wir jetzt noch den Evolutionsgedanken auffassen, entstand alles einmal aus einer Anhäufung von verschiedenen Elementen und Aminosäuren, plus der Aussetzung von Energie, was den ersten sich selbst reproduzierenden Organismus in Form eines Einzellers hervorbrachte. Übrigens, einer der Gründe warum fast jede Zelle auf dem gleichen Prinzip aufgebaut ist, man könnte auch sagen wir sind mit allem Leben auf dieser Erde in irgendeiner Weise verwand. Genau dies bringt uns zu dem Punkt, warum wir auch als Wirte für viele Bakterien und Viren dienen. Während Bakterien eine passende Umgebung brauchen, in der sie sich „heimisch“ fühlen und reproduzieren können, benötigen Viren die Zellen aktiv zur Neuprogrammierung und Kopieren des eigenen Erbgutes.
Doch warum bekommen wir Symptome wie Fieber, Schwäche, Gliederschmerzen, triefende Nase, Husten etc.? Die Erklärung ist so simpel wie einleuchtend, wenn Sie jemanden haben, der sich bei Ihnen einnistet und den Sie nicht losbekommen, machen Sie diesem das Leben so zur Hölle, bis er verschwindet oder so geschwächt ist, dass Sie diesen loswerden können. Ja, so funktionieren auch manche Nachbarschaften zwischenzeitlich. *Wir möchten darauf hinweisen, dass dies nicht als Ideengeber dienen soll, um unliebsame Personen aus Ihrem Umfeld zu tilgen*.
Unser Körper macht im Grundprinzip nichts anderes. Die Körpertemperatur liegt im Normalfall um die 36,5° C, was ein hervorragendes Klima für Bakterien und unsere eigenen Zellen ist, durch das Hochfahren durch Muskelzittern (Schüttelfrost) und die Vermeidung des Herunterkühlen (Schweiß) verändert unser Gehirn diese. Die Erreger bekommen Problem sich in diesem Umfeld zu vermehren, was dem Körper Zeit verschafft, seine Angriffs- und Verteidigungsanlagen in Form des Immunsystems anzupassen. Da Fieber aber auch nicht gut für die körpereigenen Zellen ist, findet dieses häufig zyklisch statt, warum zwischendurch dieses auf knapp über Normalwert fällt, um eine Regenerationsphase einzulegen.
Der pH-Wert des Blutes verschiebt sich leicht, um das Umfeld weiter für den Erreger zu verschlechtern, was auch einer der Gründe ist, warum wir Gliederschmerzen bekommen, denn auch wir reagieren auf diese Veränderungen. Dies führt uns auch zum nächsten Grund, der Schwäche. Der Körper ist ein hoch getaktetes Fördersystem, um alle Zellen mit genügend Nährstoffen zu versorgen, dieser Anspruch steigt durch Anstrengung, was dem Erreger auch eine Möglichkeit gibt, mit aufzuspringen und schnell von A nach B zu gelangen. Um diese Weiterbeförderung zu unterbinden und dem „Terrorist“ die Möglichkeit zum Untertauchen zu nehmen, wird das System auf ein Minimum heruntergefahren. Unser Bewusstsein wird danach gar nicht gefragt, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt, indem es uns richtig schlecht geht.
Triefende Nase und Husten, sind hierbei eigentlich nur eine Art Müllabfuhr, wobei der Nasen- und Bronchialschleim wie eine Art von Mülltüten anzusehen sind, welche den Erreger verpacken und herausschmeißen. Wir haben uns so weit entwickelt, dass wir durch Medikamente aktiv Einfluss auf dieses System nehmen können, dabei sollten wir aber immer bedenken, dass viele Dinge ein Pokerspiel gegen den eigenen Körper sind. Durch die Einflussnahme, was uns das Gefühl einer Besserung vermittelt, erschweren wir die Arbeit des Körpers. Dies gilt, auch wenn wir nur Arbeiten gehen „wollen“, was in manchen Fällen nicht nur uns selbst, sondern auch Menschen gefährdet, welche nicht mehr über ein leistungsfähiges Immunsystem verfügen.
Im Volksmund kann dies dann zu einer Verschleppung führen und das ganze Organsystem betreffen, bis hin zum Dauerschaden oder auch dem frühzeitigen Ableben. Medikamente wie Antibiotika ( Anti – gegen, Bio – Leben), können gezielt eingesetzt den Erreger bei der Teilung hindern oder seine Verteidigung schwächen. Aber auch hier sind wir auf das eigene Immunsystem angewiesen, welches schlussendlich den Feind findet und zerstört.
Das Erlernen auf die eigenen Körpersignale zu achten, sowie auch auf die von anderen Menschen unterscheidet viele Laien von Profis. Dafür ist aber das Wissen und der zeitliche Rahmen notwendig, damit diese Eigenschaften angeeignet werden können. Durch die Einsparungen in der Pflege wird also nicht nur dieser aktiv geschadet, sondern es werden auch mehr Medikamente verschrieben, um in das Körpersystem einzugreifen und den Menschen schneller wieder leistungsfähiger zu machen. Dass dies fatale Folgen für viele Menschen in der Vergangenheit hatte und in Zukunft haben wird, ist durch ein Medium bestimmt, welches nach dem Tod keine Bedeutung mehr hat. Die Frage, die wir uns also stellen sollten, ist die Frage, nachdem Wert unserer Gesundheit und des Lebens, das wir führen. Bedenken Sie, nach dem jetzigen Kenntnisstand der Wissenschaft, hat jeder nur eines.
„Wer keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird später viel Zeit für seine Krankheiten brauchen.“
Sebastian Kneipp (1821 – 1897)