Quick-wert

Der Quick-Wert kurz erklärt.


Es gibt einfach so Fragen, da denkt man sich immer mal wieder, wo kommt das eigentlich her? Glaubte der Volksmund, dass man länger blutet, weil das Blut dünner ist? Wir haben uns mal auf Spurensuche begeben und haben eine verblüffende Entdeckung gemacht.

Das Wort Blutverdünner geht auf den Quick-Wert zurück, besser gesagt auf Armand James Quick.
Herr Quick hat versucht, eine Beziehung zwischen Thromboplastinzeit (misst die extrinsische Gerinnung) und der Menge vorhandener Gerinnungsfaktoren zu finden, um daraus eine Kalibrierungskurve zu erstellen. Er nahm dafür verschieden Proben von Menschen mit normwertiger Gerinnung.
Ein normales Präparat hat eine Thromboplastinzeit von 14 Sekunden und erhielt aufgrund der nicht Verdünnung den Quickwert 100 % als Ausgangswert.
Er verdünnte nun ein Präparat im Verhältnis 1:1 dieses hatte eine Thromboplastinzeit von 21 Sekunden und erhielt den Quickwert 50 %.
Ein weiteres wurde im Verhältnis 1:2 Verdünnt, hatte eine Thromboplastinzeit von 28 Sekunden und entsprach damit einem Quick von 33 %.
Wieder ein weiteres erhielt das Verhältnis 1:3, hatte eine Thromboplastinzeit von 35 Sekunden und erhielt den Quickwert 25 %.
Usw. usw. usw.

Quick-Wert bedeutet also

Durch die vielen Test konnte er also Kalibrierungskurve für alle Quickwerte erstellen. Diese sind also abhängig vom Verdünnungswert und der Thromboplastinzeit.
Ein Quickwert von 50 % bedeutet also nicht, dass das Blut nur halb so schnell gerinnt, sondern es entspricht einer Verdünnung von 1:1 zum Norm-Plasma.
Und daraus Endstand die Blutverdünnung.

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