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Biochirurgisches Debridement – Maden gegen abgestorbene Haut

Maden
Das mechanische Wunddebridement mit scharfen Löffeln und Skalpell ist den meisten Menschen ein Begriff, gerade, wenn es um Themen wie Dekubiti oder Verbrennungen geht. Eine Spezialform davon bildet das Biochirurgische Debridement, welches zur Reinigung einer Wunde mit nekrotischen Gewebe spezielle Maden der Schmeißfliege einsetzt. Die Maden sind Nekrophagen und besitzen, spezielle Eigenschaften um schonend eine Wunde zu reinigen, dafür verwende sie ihren Speichel um das Gewebe anzuverdauen. Der Speichel, welcher viele Enzyme der Verdauung enthält, verflüssigt das tote Gewebe und lässt vitales Gewebe unberührt, im Anschluss können die Maden die Flüssigkeit aufsaugen. Ein Vorteil ist, dass der Speichel antibakterielle Eigenschaften besitzt, was gleichzeitig zu einer deutlichen Reduktion der Kontamination führt. Die Bewegungen der Maden aktivieren gleichzeitig die Exudatproduktion, was besonders trockenen Wunden zugutekommt und ermöglicht, dass Heilungskomponenten besser an den richtigen Platz geleitet werden.
Pro cm2 Wunde kommen ca. 5-10 Maden zum Einsatz, indem sie mit einer Art BioBag aufgetragen werden, der gleichzeitig ein Entweichen unterbindet. Die Therapie mit Maden zählt als einer der Schmerz ärmsten und schonendsten.
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